Wer erwischt wird, den kanns teuer zu stehen kommen
Husmann
Sie ärgern sich, dass Bauschutt, auch das komplette WC mit markantem Deckel, einfach illegal im Wald abgeladen wird: Paul Breul, Adolf Hellmann, Markus Hellmann und Daniel Fühner (v.l.).
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Müll, Bauschutt und anderer Dreck beschäftigen derzeit viele Gemüter. Auch die von Adolf und Markus Hellmann, auf deren Grund und Boden klammheimlich Bauschutt abgekippt wurde. Schaut man sich den Abfall genauer an, könnte es sich um die Entsorgung eines alten Badezimmers handeln. Kein schöner Anblick, über den sich auch zuständige Vertreter der Stadt Sendenhorst ärgern.

„Nur einen Tag haben wir den Schlagbaum offen gelassen, und schon lag der Müll da“, ärgert sich Adolf Hellmann in einem Waldstück an der Wolbecker Straße. Da der Müll anlässlich der Aktion „Sauberes Albersloh“ gefunden worden war, zeigt sich die Stadt Sendenhorst erkenntlich und will die Flächeneigentümer bei der Entsorgung des Mülls unterstützen.

Daniel Fühner Dienstbereichsleiter Planen, Bauen und Umwelt der Stadt, hat sich auf den Weg zum „Tatort“ gemacht, um sich ein Bild vom Umfang des Müllbergs zu machen. „Grundsätzlich ist es Sache der Flächeneigentümer, den Müll zu entsorgen. Aber wir bieten ihnen im Rahmen der Aufräumaktion Unterstützung an“, erklärt Daniel Fühner die Ausnahme, die viel Arbeitszeit und Aufwand kostet. „Es gibt nun wirklich genügend Angebote, Müll legal zu entsorgen“, findet der Verwaltungsmitarbeiter und macht deutlich: „Sollte der- oder diejenige ermittelt werden, gibt‘s nicht nur die Rechnung für die entstandenen Entsorgungskosten, sondern es droht auch ein saftiges Bußgeld.“ So könne aus moderaten Entsorgungskosten durch den Bauhof schnell ein erheblicher Geldbetrag werden.

„Das ist echt ärgerlich“, findet auch Paul Breul der in Vertretung für den Heimatverein erschienen ist. Aber immerhin sind beim Vorstand des Vereins Informationen eingegangen, die vielleicht dazu führen können, dass der oder die Umweltsünder doch noch geschnappt werden. Ein Zeuge, der an dem in Frage kommenden Sonntag um kurz nach 7 Uhr morgens mit seinem Hund in dem Waldstück an der L 585 spazieren ging, habe jemanden dabei beobachtet, wie er Gegenstände von einem weißen Pick-up warf. Während der Zeuge sich dem Täter nähern wollte, habe dieser mit durchdrehenden Reifen die Flucht ergriffen und sich in Richtung Wolbeck entfernt.

Vielleicht kann auch ein markanter Klodeckel bei der Aufklärung der Tat behilflich sein, denn das Deckeldesign dürfte im Gedächtnis bleiben: Blaue Orchideen über einer ebenfalls blauen Wasserlandschaft.

Deckenverkleidungen, Dämmung und Styropor liegen auf dem matschigen Waldboden herum. „Kein schöner Anblick“, findet nicht nur Daniel Fühner, der zwar hofft, dass der Verursacher ermittelt werden kann, aber noch mehr darauf setzt, dass Müll erst gar nicht unsachgemäß entsorgt wird.

von Christiane Husmann

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