Startschuss für Glasfasernetz-Ausbau
Bild: Kraneburg
Der Glasfaserausbau ist gestartet: (v. l.) Petra Michalczak-Hülsmann (Geschäftsführerin der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung), Landrat Dr. Olaf Gericke, Peter Kamphuis (Geschäftsführer Deutsche Glasfaser), Ingo Teimann (Deutsche Glasfaser), Kreisumweltdezernent Dr. Herbert Bleicher, Sven Geiger (Deutsche Glasfaser) und Rolf Hübscher (Gesellschaft für Wirtschaftsförderung) wollen in den kommenden drei Jahren 13 500 private Haushalte, 2100 Gewerbebetriebe und 50 Schulen im Kreisgebiet mit der Möglichkeit für schnelles Internet versorgen.
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 Rund um Ostbevern, Warendorf, Ennigerloh, Ahlen, Telgte und Drensteinfurt soll es losgehen. Die Kamerafahrzeuge machen den Anfang. Sie fahren die Verlegestrecken ab, scannen die Hauseingänge (unter Beachtung des Datenschutzes), wo Anschlüsse verlegt werden können und registrieren gleichzeitig, mit welchen Untergrund es die Arbeiter zu tun bekommen. Im zweiten Quartal des Jahres soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die ersten Kunden dürften im dritten Quartal ans Netz gehen.

Fertigstellung Ende 2023

Am 31. Dezember 2023 will die Deutsche Glasfaser, das Partnerunternehmen des Kreises, spätestens mit allem fertig sein. 160 Millionen Euro öffentliches Geld stehen für den Ausbau vorwiegend der ländlichen Regionen im Kreis zur Verfügung. „Wir sind eines der größten Projekte bundesweit - und wir sind hellwach“, zeigt sich Dr. Gericke stolz darauf, mit welcher Geschwindigkeit der Kreis Warendorf die Fördermittel von Bund und Land eingeworben hat und wie umfassend die Region nun mit Glasfaser als Voraussetzung für schnelles Internet versorgt werden kann.

Versorgung der Innenstädte

Gleichzeitig kündigte die Deutsche Glasfaser an, Städten und Gemeinden mit bisher nicht ausreichend versorgten Innenstädten Angebote unterbreiten zu wollen. Ingo Teimann: „Mit Sendenhorst sind wir schon soweit.“ Dort soll in den nächsten Wochen die Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen ermittelt werden. Und der Landrat konnte ankündigen, dass es gleich weitergeht. Noch im Frühjahr sollen weitere Fördermittel (30 Millionen Euro) beantragt werden, um Netzanschlüsse in Gewerbegebieten zu verbessern. Dr. Gericke: „Dort gibt es noch 1000 Betriebe, die nur mittelmäßig versorgt sind.“ Auch für die Deutsche Glasfaser ist das Projekt eine Herausforderung, wie Geschäftsführer Peter Kamphuis bestätigte: „Normalerweise buddeln wir 17 Meter pro Adresse, diesmal 200 Meter.“

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