Absage für Maibaumfest ist Konsequenz
Ein Bild, das es in der Form zunächst nicht mehr geben wird: Der Löschzug Wadersloh, der sich als Veranstalter des Maibaumfests zurückzieht, sich zum Auf- und Abbauen des Baums aber noch bereiterklärt hatte, wird jetzt auch diese Aufgabe nicht mehr wahrnehmen. Die Kameraden sind enttäuscht über den politischen Beschluss, der in der vergangenen Woche im Ausschuss für Schule, Kultur und Sport gefasst worden war.

Zum Hintergrund: Der Löschzug Wadersloh hatte erklärt, die Veranstaltung nicht mehr ausführen zu wollen und das Gespräch mit der Gemeindeverwaltung gesucht

. Unter anderem ging es darum, dass ein neuer Maibaum hätte angeschafft werden müssen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Die Gemeinde hatte als Beschlussvorschlag formuliert, 500 Euro für die Anschaffung des Maibaums und 200 Euro für die Organisation bereit zu stellen und in diesem Jahr übergangsweise als Veranstalter einzuspringen, bis sich eine neue Lösung findet. Der Löschzug hatte sich bereit erklärt, den Maibaum auf- und wieder abzubauen.

 Mit den Stimmen von CDU und FWG war dies mehrheitlich abgelehnt worden und stattdessen auf Initiative der CDU der Beschlussvorschlag formuliert worden, dass der Löschzug Wadersloh bei den Vereinen nachfragen soll, ob sie sich an der Beschaffung des Maibaums finanziell beteiligen.

 Nach dieser Entscheidung hat der Wadersloher Löschzug entschieden, auch für das Aufstellen des Baums nicht mehr einzutreten. „Wir haben andere Aufgaben zu erfüllen als Spendengelder aufzutreiben“, erklärte Löschzugführer Ralf Stuckenschnieder im Interview mit der „Glocke“. Auf Nachfrage erklärte CDU-Ratsfraktionsvorsitzender Rudolf Luster-Haggeney die Überlegungen seiner Partei. Man hätte früher darauf kommen können, eine Lösung zu finden, die Probleme seien schon im vergangenen Jahr absehbar gewesen.

 Für ehrenamtlich organisierte Feste von Vereinen könne die Gemeinde nicht finanziell einspringen, das wecke Begehrlichkeiten, stellte er heraus, dass man keinen Präzedenzfall habe schaffen wollen. Viele Vereine hätten mittlerweile Probleme, ihre Feste kostendeckend durchzuführen. Wenn ein Veranstalter an Grenzen komme, müsse er schauen, wie es weitergeht.

 Dass der Maibaum in diesem Jahr nicht aufgestellt werde, sei schade, sagte Bürgermeister Christian Thegelkamp. Man habe eine Lösung gehabt, die Politik habe sich jedoch anders entschieden. Die Entscheidung der Feuerwehr gelte es zu akzeptieren.

SOCIAL BOOKMARKS