Als Praktikant im Landtag unterwegs
Zwei Wochen lang hatte der CDU-Landtagsabgeordnete Henning Rehbaum (r.) Louis Sprengkamp aus Liesborn an seiner Seite. Der 17-jährige Schüler des Johanneums hatte sich mit Erfolg um ein Praktikum bemüht und erhielt interessante Einblicke in die Politik im Landtag und in den Wahlkreisen.

Dafür hatte sich der Gymnasiast, der am Johanneum auch als Stufensprecher und in der Schülervertretung aktiv ist, auf eigene Initiative beworben. Nachdem der Kontakt über Facebook hergestellt war, folgte eine förmliche Bewerbung sowie ein Bewerbungsgespräch im Wohnzimmer der Sprengkamps. Dann war der Praktikumsplatz sicher.

In den zwei Wochen in Düsseldorf ging es für den jungen Liesborner hoch her, insbesondere in der Plenarwoche: Lange Debatten sowohl im Parlament als auch in den Fraktionssitzungen machten „das Praktikum erst richtig spannend“, zieht er ein positives Fazit. Viele Hintergrundgespräche hätten neue, interessante Facetten der Politik aufgezeigt. Höhepunkt sei die große Demonstration gegen das neue Jagdgesetz mit mehr als 15 000 Teilnehmern gewesen. „Da kam richtig Stimmung auf. Ein beeindruckendes Ereignis, das zeigte, dass Politik keinesfalls trocken ist“, blickt der Schüler zurück.

 Am eigenen Schreibtisch sichtete er im Praktikum täglich die Berichterstattung in unterschiedlichen Publikationen und verfasste eigene Presseartikel, für die er von Hennig Rehbaum gelobt wurde. Wenn die beiden nicht in Düsseldorf arbeiteten, ging es in den Wahlkreis zu Terminen. „Absolut zufrieden“, zeigt sich Louis Sprengkamp mit seinem Praktikum.

 „Es hat mir sehr gut gefallen, meine Erwartungen wurden erfüllt, Herr Rehbaum war ein guter Chef, ich habe jede Menge Material für meine Praktikumsmappe, und auch für meine anstehende Facharbeit waren die zwei Wochen nützlich.“ Das Interesse an der Politik, unter anderem geweckt durch seine Tante, die FDP-Vizevorsitzende in Sachsen-Anhalt ist, habe sich noch verstärkt, betont der Liesborner. Er habe aber auch gemerkt, dass Politik hochanspruchsvoll sei und zwar nicht nur aufgrund der enormen Schlagzahl an Terminen. Gerade in den Wahlkreisen sei breitgefächertes Wissen gefordert und der Landtagsabgeordnete müsse zu jedem Thema in Land und Bund sprechfähig sein.

Seinen Berufswunsch hat Louis Sprengkamp schon vor Augen. Es ist nicht die Politik, aber es gibt damit viele Schnittstellen. „Mein Berufswunsch liegt eher im journalistischen Bereich.“

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