Auf Liesborns Kunststofflaufbahn werden die Rekorde purzeln
Bild: Braun
Die offizielle Freigabe der neuen Laufbahn war (v. l.) Ramona Groß (Leichtathletikabteilung), Helmut Künneke (SV 21 Liesborn) und Norbert Morfeld (Gemeinde Wadersloh) vorbehalten.
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Und es kam, wie es in diesem Jahr des kuriosen Wetters kommen musste: „Der viele Regen und der späte Frost haben den Bau unserer lang ersehnten Anlage um knapp zwei Monate verzögert“, erklärte Helmut Künneke, erster Vorsitzender des Sportvereins Westfalen 21 Liesborn.

Doch das Warten hat sich gelohnt. Da waren sich alle Versammelten am Freitag einig. Denn da hieß es: Auf die Plätze, fertig, los! Es war der Startschuss für ein neues Zeitalter auf Liesborns Sportstätten. Die 110 Meter lange Laufbahn aus Gummi ist eine der modernsten Anlagen der näheren Umgebung und das neue Prachtstück im „Liesborner Schmuckkästchen“, wie Helmut Künneke das Sportzentrum umschrieb. Insgesamt hat der Verein hier mehr als 200 000 Euro investiert. Nach Kunstrasenplatz, Miniplatz, Kioskgebäude und Vorplatz komplettiert nun die 43 000 Euro teure Bahn das Bild.

Auch die Gemeinde Wadersloh gratulierte in Vertretung von Norbert Morfeld zur Fertigstellung. „Es ist schön zu sehen, zu welchem Erfolg unser Zuschuss beigetragen hat“, freute sich der Finanzdezernent. Denn auch die Gemeinde hat das Liesborner Sportprojekt finanziell unterstützt. Hans Hendrix, Geschäftsführer der Leichtathletikabteilung des SV Liesborn, fiel in seiner Eröffnungsansprache ein Stein vom Herzen: „Dicke Bretter sind eben dick. Da dauert das Bohren eben etwas länger.“ Mitgeholfen hat neben den zahlreichen Helfern des Vereins vor allem die erfolgreiche Fußballabteilung. Mit dem fünften Platz in der Bezirksliga locken die Fußballer immer wieder zahlreiche Zuschauer nach Liesborn und legen somit einen wichtigen finanziellen Grundstein für die Vereinsarbeit.

Aber vor allem aus sportlicher Sicht ist die Eröffnung der neuen Laufbahn erfreulich. Liesborns Leichtathleten können sich in ihrer Sportart durchaus sehen lassen. Selbst im Bundeskader haben einige von ihnen schon trainiert. Da war eine Modernisierung der vormals aus Asche bestehenden und permanent überschwemmten Trainingsbahn überfällig, hieß es am Freitag. Hans Hendrix und Ramona Groß freuen sich nun schon auf das Sportfest im Sommer. Da wird die Kunststoff-Laufbahn mit zahlreichen nationalen Spitzensportlern bei einem Wettkampf ein zweites Mal eingeweiht.

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