Auf dem Longboard über Asphalt surfen
Bild: Grünebaum
In die Kurve legen sich Longboard-Könner beim „Sliden“. Nach starkem Einlenken dreht sich das Board und kommt zum Stehen.
Bild: Grünebaum

Mit seiner Begeisterung hat er eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen angesteckt. Die Freizeitbeschäftigung macht nicht nur Spaß, sondern ist mittlerweile fester Bestandteil des Konzeptes der Einrichtung geworden. „Es geht vor allem um die Freude an der Bewegung“, erklärt Roman Schamel. Keineswegs um einen Wettkampf. „Wer auf dem Asphalt surft, spürt den Flow“, bringt es der pädagogische Leiter auf den Punkt.

Und wie ist das Projekt ins Rollen gekommen? In Münster hat Roman Schamel die Longboarder zum ersten Mal gesehen. Das könnte doch was für das Kinderhaus sein, dachte er sich, recherchierte im Internet und stellte Kontakte zu Firmen her. Bei „Geco“ in Remagen stieß er mit seinem Vorschlag auf offene Ohren. Mit starkem Preisnachlass erhielt er sieben Bretter und zusätzliche Geschenke für die Einrichtung.

Und als Austausch schickte er seinem Ansprechpartner Michael Redlich-Gaube Fotos der begeisterten Kinder. Die haben den Umgang mit den Longboards schnell gelernt. „Man muss keine Tricks können, das Fahren alleine macht schon Spaß“, weiß Roman Schamel aus Erfahrung. Außerdem stärke der Sport das Zusammengehörigkeitsgefühl. Fehlen nur noch Helm und Schoner, und schon kann es losgehen. Wer zum ersten Mal auf dem Brett steht, muss herausfinden, mit welchem Bein er sich am besten abstoßen kann. Ein kurzer Bodenkontakt, und das Longboard rollt wie automatisch über die Landstraße vor dem Kinderhaus. Um zu lenken, reicht die Verlagerung des Körpergewichts. Eine Herausforderung ist das „Sliden“. Dabei dreht sich das Board nach starkem Einlenken um die eigene Achse und kommt zum Stehen. Nichts für Anfänger, wie beim bloßen Zusehen schnell klar wird. Doch Roman Schamels Schützlinge haben zahlreiche Trainingsstunden hinter sich. Also volle Fahrt voraus!

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