Aus alten Jeans werden modische Taschen
Bild: Edelkötter
Vanessa Wulff-Haggeney hat einen Näh-Workshop organisiert und selbst mitgemacht.
Bild: Edelkötter

 „Upcycling“ heißt das neuerdings und liegt im Trend. In Berlin sprießen schicke Second-Hand-Läden aus dem Boden, die „Zweites Glück“ und „Mode mit Bewusstsein“ heißen. Im Internet gibt es Tauschbörsen für Kinderklamotten und neuerdings auch für Damenbekleidung. Rund eine Millionen Tonnen an Textilien werden deutschlandweit nach einer Schätzung des Dachverbands „Fairwertung“ pro Jahr in einen Container geworfen. Hinzu kommen die Kleidungsstücke, die über den Hausmüll entsorgt werden.

Das muss alles nicht sein, finden die Landfrauen in Liesborn. Aus diesem Grund haben sie zu einem Workshop „Neues nähen aus alten Sachen“ eingeladen. Die „Glocke“ hat vorbeigeschaut. Kursusleiterin Karina Brandherm-Oeding geht mit gutem Beispiel voran. Weil der Rock nicht mehr passte, drehte sie ihn einfach um. Jetzt umspielt der alte Bund ihre Beine, wo einst der Reißverschluss saß, öffnet sich ein Schlitz. Manchmal lohnt sich der Wechsel des Blickwinkels.

Die Anwesenden wollen es aber etwas einfacher. Ziel ist, dass jede ein fertiges Teil mit nach Hause nimmt. Das ist ambitioniert, gerade für Anfängerinnen.

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