Baugebiet steht auf dem Prüfstand
Bild: Himmel
Wie geht es weiter mit dem Baugebiet Nr 62 Lechtenweg in Wadersloh? Darüber beraten jetzt erst einmal die Fraktionen. Ein Wohngebiet steht zur Debatte.
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Für eine zukünftige Bereitstellung von Wohnbaugrundstücken nördlich des Lechtenwegs wurden bereits mehrere Flächen erworben. Um das Baugebiet Nr. 62 „Lechtenweg“ weiter überplanen zu können, ist die Erarbeitung eines Rahmenplans erforderlich. Durch die Aufstellung mehrerer Bebauungspläne könnte abschnittsweise, je nach Flächenverfügbarkeit und Erschließungsabsicht, die Realisierung dieses neuen Wohngebiets erfolgen. Erste Überlegungen zum Projekt stellten in der vergangenen Woche Vertreter der Planungsbüros Tischmann und Schrooten aus Rheda-Wiedenbrück sowie Passgang und Sprengkamp aus Lippstadt den Mitgliedern des Bau-, Planungs- und Strukturausschusses vor.

Sollten die Ideen Anja Schrootens oder Hans-Bernd Passgangs umgesetzt werden können, würden auf dem rund 20 Fußballfelder großen Neubaugebiet auch entsprechende attraktive Grünzonen entstehen. Die Grünanlagen im Westen, Osten und Norden von Passgang vorgesehen, an zentraler Stelle als Anger sowie verstreute Plätze von Schrotten angedacht, würden die Aufenthaltqualität im Wohngebiet steigern. Klimaschutz und -wandel stehen auf beider Agenda ganz oben. Einerseits die Südausrichtung der Häuser hinzubekommen, um die Sonnenenergie zu nutzen, aber dennoch Quartiere mit flexiblen Lösungen zu bilden, sieht Architektin Schrooten als eine Herausforderung an. Und schlägt vor, eine doppelte Ringerschließung zu konzipieren. Eine Klimaschutzsiedlung zu entwickeln, wäre für beide Architekten eine Option. Passgang favorisiert im Süden, Richtung Lechtenweg, einen Quartiersplatz mit mehrgeschossiger Wohnbebauung und Einzelhandel, aber auch großzügige Flächen für Einfamilienhäuser in anderen Bereichen vorzuhalten. Beide können sich einen Kindergarten vor Ort vorstellen.

Da einige Hofstellen im Baugebiet vorhanden seien, müsse die Viehhaltung und eventuelle Geruchsbelästigung berücksichtigt werden. Schallschutz sei ebenfalls ein Thema. Die jetzige Streubebauung sei in die Planung einzubinden, vorhandene Verkehrswege zu berücksichtigen, Anbindungen für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen. Zu den Nahversorgern sowie Schule und Sport sei die Anbindung gewährleistet, stellte man fest. Die Pläne werden nun in den Fraktionen beraten.

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