Befragung zur Sekundarschule läuft
Bild: Husmann
An einem Tisch sitzen (v.l.) Dr. Wolfgang Maron und Dr. Rudolf Bonna mit Dezernatsleiter Elmar Ahlke und Bürgermeister Christian Thegelkamp, wenn es um die Sekundarschule Wadersloh geht. Derzeit läuft eine Befragung der Eltern von Zweit- und Drittklässlern. Wer keinen Fragebogen erhalten hat, wird gebeten, sich bei der Gemeinde Wadersloh zu melden.
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Und das unisono aus der Überzeugung heraus, die Zukunft des Schulstandortes Wadersloh bestmöglich zu sichern und auf einen guten Weg zu bringen. Rund 250 Fragebögen, die es in Inhalt und Ausgestaltung genau mit der Bezirksregierung Münster abzuklären galt, hat die Gemeinde Wadersloh dazu gestern an Eltern versandt. Sollte sich schon bei der Elternbefragung keine Mehrheit für diese aus seiner Sicht notwendige Schulform „Sekundarschule“ ergeben, machte Bürgermeister Christian Thegelkamp deutlich, habe man die letzte Chance für den Schulstandort Wadersloh vertan, noch bevor überhaupt die Gelegenheit bestanden habe, die Inhalte und die Ausrichtung der neuen Schule zu gestalten.

„Das große Ganze“ nicht aus den Augen verlieren

 Fakt sei, dass aufgrund sinkender Schülerzahlen die Hauptschule schon bald und die Realschule mittelfristig auch nicht mehr eigenständig zu halten seien. Mit Dr. Rudolf Bonna, Schulleiter der Hauptschule, und Dr. Wolfgang Maron, Schulleiter der Realschule, wirbt er dafür, gerade beim Thema Ganztag nicht „das große Ganze“ aus den Augen zu verlieren. Offener Ganztag bedeute nicht mehr Lern- und mehr Förderzeit, hier gehe es lediglich um eine Form der Nachmittagsbetreuung, für die die Gemeinde Wadersloh und auch die Eltern einen externen Träger, wie beispielsweise das Beckumer Mütterzentrum, bezahlten, führte Maron aus. Es handle sich somit nicht um ein direktes Angebot der Schule.

Schulalltag kann komplett anders eingeteilt werden

Das für die Sekundarschule in Wadersloh vorgesehene Ganztags-Modell dagegen beinhalte Nachmittagsunterricht bis 15 Uhr an drei Tagen in der Woche. Diese Organisationsform brächte nicht nur durch die damit verbundenen vier bis fünf zusätzlichen Lehrerstellen enorme Vorteile, so Maron weiter. Der gesamte Schultag könne anders eingeteilt werden. Niemand müsse die Sorge haben, dass am Nachmittag noch zwei, drei Stunden Mathe oder Deutsch „draufgepackt“ werden. Der Unterricht in kleinen Klassen werde abwechslungsreich gestaltet, zudem sei vorgesehen, dass Hausaufgaben unter Aufsicht während der Schulzeit erledigt werden können.

Bessere Förderung, bessere Durchlässigkeit

Eine bessere Förderung unter einem organisatorischen Dach, die Angleichung der unterschiedlichen Schulformen und somit – entsprechend der Leistungen des Schülers – eine bessere Durchlässigkeit bis hin zum Abitur sei das erklärte Ziel der Sekundarschule, betonen die Verantwortlichen. Der zuständige Vertreter der Bezirksregierung Münster habe während des Elterninformationsabends außerdem deutlich die Beibehaltung des genannten Ganztags-Modell empfohlen. Mit Bezug auf die in einem am Montag in unserer Zeitung veröffentlichten Leserbrief erwähnte Sekundarschule in Nottuln betonte Christian Thegelkamp, dass es sich dabei um eine bischöfliche Privatschule handle, für die andere Regeln gelten als für staatliche Regelschulen, die dafür keinen Samstagsunterricht hätten. Rücksprachen mit dem Schulträger hätten zudem ergeben, dass es auch in Nottuln Überlegungen pro Nachmittagsunterricht gebe.

Eltern können sich weiter informieren

Nach den in der vergangenen Woche durchgeführten Informationsveranstaltungen, die auf positive Resonanz gestoßen seien, bestehe auch weiterhin die Möglichkeit, sich im Internet sowie persönlich ausführlich über die Angelegenheit zu informieren. www.sekundarschule-wadersloh.de Für Fragen stehen Annette Konert unter 02523/9501130 (Schulverwaltungsamt, Rathaus) und Schulleiter Dr. Wolfgang Maron, 02523/9502500, zur Verfügung.

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