Bernd Marx verlässt den Gemeinderat
Nach 18 Jahren im Rat der Gemeinde Wadersloh, zehn davon als Vorsitzender der SPD-Fraktion, ist am Montagabend Bernd Marx (links) verabschiedet worden. Bürgermeister Christian Thegelkamp überreichte ihm eine Ehrenplakette und die Miniaturausgabe eines örtlichen Kunstwerks.

Bürgermeister Christian Thegelkamp, den mit Marx auch eine private Freundschaft verbindet, hielt die Laudatio und würdigte dessen politisches Engagement. „Bei dir war der Nachname so manches Mal Programm“, sagte er mit einem Augenzwinkern und beschrieb Marx als streitbaren und pragmatischen Menschen, dem es dabei immer um die Sache gegangen sei und der ein tiefes Gespür für Gerechtigkeit habe. „Nachtragend warst du nie, verlieren konntest du mannhaft, auch wenn du lieber gewonnen hast. Deine Ratschläge und Meinungen werden uns fehlen“, gab Thegelkamp dem scheidenden Ratsmitglied mit auf den Weg.

„Für mich ist es jetzt der richtige Zeitpunkt, um aufzuhören“, sagte Bernd Marx, der in Rheda-Wiedenbrück aufgewachsenen ist und jetzt wieder dorthin zurückkehrt. „Ich bin nicht weg, sondern wohne nur woanders“, betonte er und versprach, noch an vielen Veranstaltungen in Wadersloh teilzunehmen – nicht nur am Schützenfest.

Seinen Wegbegleitern im Rat dankte der ehemalige erste Bevollmächtigte der IG Metall im Kreis Gütersloh, für die gute Zusammenarbeit in den 18 Jahren. Es sei sicherlich nicht immer einfach mit ihm gewesen, doch wer ihn kenne, wisse, dass er immer mit offenem Visier agiert habe. „Glück auf für euch und für die gesamte Gemeinde Wadersloh“, schloss Marx seine Ansprache und lud zum Empfang im Stellwerk ein, bei dem sich alle Fraktionen persönlich verabschieden konnten.

Anne Claßen, die neue Fraktionsvorsitzende werden wird, dankte bei dieser Gelegenheit für die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren und charakterisierte Bernd Marx als verlässlichen Vorsitzenden, der immer gut informiert und vorbereitet gewesen sei und stets sein Wort gehalten habe. In seltenen Fällen, in denen man sich als Fraktion nicht einig gewesen sei, habe er sowohl seine Meinung hinter die der Mehrheit der Fraktion gestellt als auch andere Positionen akzeptiert und niemanden zur Abstimmung gegen seine Überzeugung gedrängt.

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