Berufswunsch lautet Pastoralreferentin
Bild: C. Husmann
Der Berufswunsch von Anja Baukmann lautet Pastoralreferentin. Zurzeit absolviert die Dipl.-Theologin aus Wadersloh als Pastoralassistentin eine Ausbildung in der Gemeinde St. Martinus und Ludgerus in Sendenhorst.
Bild: C. Husmann

Die 25-Jährige kommt gebürtig aus Wadersloh, studierte in Münster Erziehungswissenschaft und Theologie und zog nach ihrem erfolgreich abgeschlossenen Studium nach Sendenhorst. In der Martinusstadt arbeitet sie nun an der Seite von Pastoralreferentin Eva Maria Jansen in der Gemeinde. „Im Moment schnuppere ich in unterschiedliche Gruppen“, berichtet die Diplom-Theologin.

Anja Baukmann kommt aus einer religiösen Familie: Vater Diakon, Mutter Pfarrsekretärin. „Man kann mich wohl als religiös vorbelastet bezeichnen“, sagt die junge Frau mit einem Lachen. Doch das sei nicht der Grund gewesen, warum sie den Berufswunsch Pastoralreferentin gewählt habe. „Das Thema Seelsorge interessiert mich sehr“, sagt Anja Baukmann.

Schon in der Oberstufe habe sie ihr Faible für den Religionsunterricht entdeckt. Die Ausbildung zur Pastoralreferentin besteht im ersten Jahr zu 50 Prozent aus Schule und weiteren 50 Prozent aus Arbeit in der Gemeinde. Im zweiten und dritten Jahr kommen pastorale und psychologische Kurse hinzu, für die sich die Pastoralassistentin besonders interessiert. „Gruppendynamik, der Umgang mit anderen Menschen, Einzelgespräche – das sind einige der Themen, die in den psychologischen Kursen vermittelt werden“, weiß Anja Baukmann, die während der Ausbildung auch ein verkürztes Referendariat ablegen möchte, um die staatliche und kirchliche Lehrerlaubnis als Religionslehrerin zu erhalten.

Die Freizeit der Pastoralassistentin ist begrenzt. Ihren Hobbys Volleyball und Hip-Hop-Tanz kann sie nur sporadisch nachkommen. „Ich habe ja nicht so festgelegte Arbeitszeiten, mit den Zeitstrukturen muss ist erst einmal klarkommen“, sagt Anja Baukmann. „Ich bin froh, dass ich Eva Maria als Mentorin bekommen habe.“ Die Pastoralreferentin unterstütze sie nicht nur tatkräftig beim erforderlichen Zeitmanagement, „sondern auch sonst, wo es nur geht“.

Das Treffen mit Freunden steht ganz oben auf der Freizeitliste der Theologin. „Die meisten Freunde habe ich in Münster, weil ich dort studiert habe.“ Auch wenn Anja Baukmann schon längere Auslandaufenthalte in den USA und Spanien hinter sich hat, zieht es sie immer wieder ins Westfälische. „Ich fühle mich wohl hier“, erklärt die Theologin. „Ich möchte etwas Sinnvolles machen. Das, was meinem Leben Sinn gibt, möchte ich versuchen, zu vermitteln und mit anderen teilen.“

SOCIAL BOOKMARKS