Brauchtum und Heimat stehen im Fokus
Bild: Westarp
Annette Müller, Vorsitzende des Plattdeutschen Krinks Suderlage-Brauk, eröffnete das tradtionelle Möppkenbrotessen im Landgasthaus Söbke selbstverständlich auf Plattdeutsch.
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Doch die traditionell westfälische Speise war nicht alles, auf das sich die zahlreichen Gäste am Abend freuen durfte. Annette Müller, Vorsitzende des Krinks, führte durchs bunte Programm. Die Jagdhornbläser spielten dazu die passende Musik. Nach dem Jägergruß wechselte das Programm munter zwischen Vorträgen von plattdeutschen Gedichten, Liedern und Redensarten.

Im Saal herrschten Heiterkeit und ausgelassene Stimmung. Das „Möppkenbrautleed“ hätte nirgends passender sein können als bei der Veranstaltung. Reinhold Helmig, Ortsvorsteher von Bad Waldliesborn, und der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Wadersloh, Konrad Schlieper, zeigten sich angetan. „Die hier vermittelten Werte wie Heimat, Brauchtum und die plattdeutsche Mundart sind hoch zu schätzen. Immer weniger Leute verstehen Platt, und die Sprache verschwindet immer mehr aus unserer Gesellschaft. Deshalb ist der ,Plattdöütske Krink’ ein wichtiger Beitrag zu unserer kulturellen Vielfalt“, betonte Schlieper.

Nach dem Lied „Lobe den Herren“ mit Begleitung der Jagdhornbläser und einem plattdeutschen „Diskgebiätt“ durften die Gäste dann endlich zu Messer und Gabel greifen und das von Söbkes zubereitete Möpkenbrot genießen. In entspannter Atmosphäre ging es nach dem Essen weiter mit dem Krinklied von Suderlage-Brauk, das man als eine Art Hymne des Vereins ansehen kann. Besungen werden neben Glenne und Liese zahlreiche Wahrzeichen der Gegend – so eben auch das Möpkenbrot. Eine echte Ode an die Heimat.

Einige Gäste trugen zudem aktiv zur Abendgestaltung bei, indem sie Gedichte, Lieder und Sketche vortrugen. Über Geschichten vom „Aollen Miälbouern“, „De nigge Knecht“, „De Uttrecksdisks“, „De Jufferske un ihr Schweyn“ oder dem „Dicke Schlachtschweyn“ amüsierte man sich prächtig. Zu guter Letzt gab es noch „Düt un Dat – Humor up Platt“, bevor Annette Müller und die Jagdhornbläser mit ihren Schlussworten und dem Westfalenlied den Abend beendeten: „Bis up en Wierseihen!“

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