DRK kommt nicht mit leeren Händen
Bild: Husmann
Gut erhaltenes Spielzeug sammelt Zugführer Bernhard Schniederjohann mit dem DRK-Ortsverein Wadersloh für die nächste Weihnachtsfeier, die die Ehrenamtlichen des DRK Anfang Dezember für Familien im Durchgangslager Friedland durchführen.
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Für zwei Tage geht es für rund 20 Ehrenamtliche vom 7. bis 8. Dezember wieder nach Niedersachsen. Dafür wird derzeit noch kräftig gesammelt.

Vor allem am Sonntag beim Martinsumzug in Wadersloh. Das DRK freut sich über ausrangiertes, gut erhaltenes Spielzeug, das auch noch bis Anfang Dezember direkt bei Bernhard Schniederjohann im Friseurgeschäft am Freudenberg abgegeben werden kann. Eine gute Gelegenheit also, vor Weihnachten noch einmal ein bisschen Luft im Kinderzimmer zu machen.

„Man bekommt einfach ein anderes Verhältnis zu Weihnachten“, blickt Schniederjohann auf viele bewegende Momente, die er bei den Weihnachtsfeiern in Friedland erlebt hat. Das DRK Wadersloh sorgt für die gesamte Logistik, bringt Dekorationen, Geschenke, Kuchen und sogar eine Bühne mit.

Demnächst muss Bernhard Schniederjohann an die Durchführung der Weihnachtsfeier ein großes Fragezeichen setzen. Der Landesverband Niedersachsen setzt den Rotstift an und kürzt die Stellen der zwei hauptamtlichen DRK-Mitarbeiterinnen im Lager Friedland. Eine von ihnen ist Bettina Briesemeister.

Auch sie erinnert sich gerne an die Weihnachtsfeiern mit dem DRK-Team aus Wadersloh. Ein langjähriges Engagement, das in dieser Form einzigartig sei, betont sie. „Die Weihnachtsfeier ist für die Menschen einfach ein schönes Erlebnis“, hofft auch sie darauf, dass es vor Ort irgendwie weitergeht.

Bundesweit sei das Lager Friedland die einzige Erstaufnahmestelle für Spätaussiedler – davon seien 52 Personen vor Ort. Darüber hinaus sind zurzeit insgesamt 438 Asylbewerber aus zehn verschiedenen Herkunftsländern im Lager untergebracht, erklärt die DRK-Mitarbeiterin.

Bernhard Schniederjohann hofft, dass gerade die nächste (und vielleicht letzte) Weihnachtsfeier im Lager Friedland besonders schön wird. Dazu wünscht er sich noch weitere Spenden. Kinder können ihr altes Spielzeug am Sonntag, 10. November, nach dem Martinsspiel in der Grundschule abgeben.

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