Denkmaltag schärft  Blick für Historie
Bild: Brüggenthies
Wilhelm Wiglinghoff aus Diestedde holte ein restauriertes Familienerbstück im Museum Liesborn ab, das in den vergangenen Wochen bei Restauratorin Johanna Fuchs in guten Händen war. Am bundesweiten Denkmaltag hatten sich in der Großgemeinde der Heimatverein Wadersloh und das Museum Abtei Liesborn beteiligt.
Bild: Brüggenthies

 In Wadersloh und Liesborn beteiligten sich der Heimatverein Wadersloh und das Museum Abtei Liesborn an dem bundesweiten Aktionstag. Ein passenderen Ort als das Café „Miss Elly“ von Willi Karger hätte der Heimatverein Wadersloh für seine Bilderreise über die historischen Fassaden im Dorf nicht finden können: Die Hotelanlage an der Überwasserstraße mit dem markanten Schornstein war ist die letzte eine von drei großen Brennereien im Herzen Waderslohs.

Eine weitere Anlage, die ehemalige Dampfkornbrennerei Holtermann, wird in diese Tagen mit dem Abriss des Holtermann-Areals aus dem Dorfbild verschwinden. In seinem lebhaften Vortrag entführte der Vorsitzende des Heimatvereins, Herbert Fortmann, seine Zuhörer auf eine Zeitreise durch Wadersloh von 1900 bis heute und stellte die wechselvolle Geschichte, aber auch die Wirtschaftskraft des Ortes anhand der Architektur heraus. Die Spuren der Vergangenheit lassen sich bis heute an den historischen Fassaden ablesen.

In Liesborn stand das Thema Technik im Mittelpunkt: Die beiden Diplom-Restauratorinnen Desirée Drechshage-Rieke und Johanna Fuchs gaben im Museum Abtei Liesborn einen Einblick in ihren Alltag. Umgeben von Spezialwerkzeugen und Farben erläuterten die beiden Expertinnen anhand verschiedener Beispiele die Techniken bei der Restauration und Konservierung von Holzobjekten und Gemälden.

Besucher aus der Region nutzten zudem die Gelegenheit und brachten Gemälde für eine Schadensbegutachtung mit.

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