Der Duft von Pflaumen lockt an
Bild: Wartala
Das riecht köstlich: (v. l.) Heiner Panreck und Jürgen Nordhoff tragen die Pflaumen wieder in den Ofen. Die Mitglieder des Heimatvereins präsentierten das Dörren von Früchten.
Bild: Wartala

„Vor allem viele ältere Menschen, die vom Bauernhof stammen, erinnern sich an diese Art der Zubereitung. So wurden damals Pflaumen und anderes Obst haltbar und winterfest gemacht,“ erklärte Künstler Walter Jasper.

Für das Dörren hatten die Mitglieder des Vereins zunächst zwei Kisten Pflaumen gesammelt. Danach kamen diese in regelmäßigen Abständen in den großen Ofen. „Der hat drei Stunden gebraucht, um heiß zu werden,“ berichtete Jürgen Nordhoff. Über zwei bis drei Tage verteilt, sollten mindestens zwölf Dörrvorgänge stattfinden, beschrieb er weiter.

Doch wie funktioniert das Dörren nun genau? Zunächst kommen die Pflaumen lediglich zehn Minuten lang in den Ofen, am Ende für bis zu einer halbe Stunde. Zwischen den einzelnen Vorgängen werden die Früchte für etwa fünfzehn Minuten zum Ablüften nach draußen gebracht. Auffällig: Die zu Beginn randvolle Kiste war schon am Samstagnachmittag nicht mehr ganz so voll, da die Pflaumen in sich zusammenschrumpften und Wasser verloren. Schlussendlich weisen die Dörrpflaumen nur noch einen geringen Restgehalt an Feuchtigkeit auf, wodurch sie konserviert sind.

Den Duft der Pflaumen roch man schon von Weitem, und so war das Backhaus an den Dörrtagen eine beliebte Anlaufstelle für Radler und andere Neugierige. „Darum geht es uns ja auch. Dem Dorf soll das alte Brauchtum näher gebracht werden, und wir wollen gleichzeitig unsere Arbeit präsentieren,“ sagte Walter Jasper über die Zuschauer.

Es gibt übrigens schon Pläne für das nächste Jahr: Dann wollen die Heimatfreunde Apfelringe herstellen.

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