Deutscher Impressionismus im Fokus
Schau eröffnet: (v. l.) Wolfgang Middelberg (Leihgeber), Landrat Dr. Olaf Gericke, Miriam Heidemann (Kuratorin), Museumsleiterin Dr. Elisabeth Schwarm, Friedrich Johenning (Kunstsammler) und der Leiter der Schule für Musik, Holger Blüder.

Das Museum Abtei Liesborn des Kreises Warendorf gibt mit Max Liebermanns Gemälde „Reitknecht am Strand“ umgeben von 75 anderen Werken Einblick in die Kunst einer Epoche, die als Wegbereiter der Klassischen Moderne gilt. Landrat Dr. Olaf Gericke (CDU) resümierte in seinem Grußwort die Genese der Ausstellung.

Das Gemälde „Reitknecht am Strand“ von Max Liebermann aus dem Jahr 1902 kam als Schenkung in die Museumssammlung. Es bildete den Ausgangspunkt für die Idee, um Werke Liebermanns herum Arbeiten schwäbischer Künstlerkollegen zu zeigen, die für die besondere Spielart der impressionistischen Malerei in Deutschland stehen. Bei der Vernissage im voll besetzten Veranstaltungssaal führte Miriam Heidemann, die Kuratorin des Projekts, in die Ausstellung ein.

Die deutsche Formulierung des Impressionismus erreichte ihre stärkste Ausprägung zwischen 1890 und 1920. Im Gegensatz zu den französischen Farbnuancen habe er ein deutlich dunkleres Kolorit. Die Inspiration Licht folge nicht den hellen Farben der Franzosen. In den Werken seiner deutschen Vertreter diktiere häufig die Ernsthaftigkeit alltäglicher Arbeit die Motive und deren Farben.

Der Leiter der Schule für Musik im Kreis Warendorf, Holger Blüder, gab der Ausstellungseröffnung den musikalischen Rahmen. Mit Klavierstücken von Zeitgenossen der ausgestellten Maler ergänzte er den zu erwartenden optischen Genuss durch seine akustische Auswahl. Die Schau folgt dem Konzept einer fünffachen Gliederung: Ausgehend von Liebermanns „Reitknecht am Strand“ bildet der Themenkomplex „Pferde am Strand“ den Auftakt.

Die beiden Motive „Badende“ und „Arbeitswelt“ setzen die Beziehung zum Meer fort. Der vierte Abschnitt ist dem Thema „Landschaft“ gewidmet. Der fünfte und letzte zeigt die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Bildmotiv „Maschine und Mensch“.

Die Schau ist bis zum 13. Oktober zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen.

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