Diestedde:  Wohnraum für Flüchtlinge
Archivbild: Husmann
Die Räumlichkeiten im Ankommenstreffpunkt im Schlosshof in Diestedde wurden 2016 mit Unterstützung der Flüchtlinge saniert und wohnlich eingerichtet.
Archivbild: Husmann

Die Gemeinde möchte nun die Räume im Schlosshof in Diestedde anders nutzen. Dort soll neuer Wohnraum für Flüchtlinge entstehen. Der sei dringend notwendig, betonte Thegelkamp am Mittwoch. Denn im Dezember sind zwei Asylbewerber der Gemeinde neu zugewiesen worden, im Januar kam eine dreiköpfige Familie. Für Februar werden zwei weitere Familien erwartet. Außerdem rechnet die Gemeinde in Kürze mit einer fünfköpfigen Familie im Rahmen der Familienzusammenführung. „Wir haben also Handlungsbedarf“, sagte Thegelkamp den Ausschussmitgliedern. Er führte aus, dass die Umbaumaßnahmen mit „wenig Aufwand“ zu schaffen seien.

Aktuell leben in der Gemeinde 146 anerkannte Flüchtlinge und 83 Asylbewerber, von denen 12 aufgrund einer Erwerbstätigkeit keine Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten. Laut Verwaltung engagierten sich noch immer rund 70 Frauen und Männer in der Flüchtlingshilfe. „Das ist eine beeindruckende Zahl. Vielen Dank an alle“, bekräftigte CDU-Ausschussmitglied Klaus Grothues.

Jugendforum auf
der Kippe

Im Ausschuss für Jugend, Familie und Soziales deutete sich zudem das Aus für das geplante Jugendforum an. Trotz intensiver Bewerbung lägen noch keine Anmeldungen vor, bedauerte Bürgermeister Christian Thegelkamp. Er bat die Politiker darum, die Anmeldefrist noch einmal zu verlängern und gegebenenfalls eine Verlegung in den Herbst zu prüfen. „Die Osterferien sind vielleicht kein geeigneter Zeitpunkt“, mutmaßte Thegelkamp.

Sollte die Fristverlängerung nicht zum erhofften Ergebnis führen, wolle man einen neuen Versuch vor oder nach den Herbstferien wagen. „Während der Schulzeit“, fragten da die Politiker verblüfft nach. „Ja“, bestätigte Thegelkamp. Die Sekundarschule habe bereits Zustimmung signalisiert.

Parallel zu den Planungen des Jugendforums arbeite die Verwaltung bereits an einer Neuauflage der erfolgreichen Aktion „Beweg was!“, erläuterte der Bürgermeister den Ausschussmitgliedern. Auch bei diesem Projekt werden Jugendliche an die Lokalpolitik herangeführt.

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