Diestedde ins Mittelalter versetzt
Bild: Inderlied
Feuer in der Nacht in Diestedde: Das „Duo Inflammable“ aus Stuttgart begeisterte die Besucher zu später Stunde mit einer imposanten Feuerschau.
Bild: Inderlied

Es war eine perfekte Inszenierung: Es schien, als ob sich alle Einwohner des knapp 2500-Seelen-Dorfes in die Zeit der Ritter, Prinzessinnen und Inquisition zurück versetzen ließen.

Wer nicht artig war, den schnallte Bruder Dickbert an den Pranger, wo sich sein Helfer Cletus der Henker (Manuel Hark) rührend um den Delinquenten sorgte. „Die Warteschlange ist dort vorne“, rief der Mönch, der mit richtigen Namen Markus Wietusch heißt und aus Gütersloh kommt, und zeigte auf den kleinen Käfig, in dem schon eine Frau auf ihre „Schwiegermutterentsorgung“ wartete.

Doch zuvor nahm Bruder Dickbert die ungezogenen Henning (10), Jens (9) und Leon (8) gefesselt mit auf die „geführte Tour“ durch das Lager. Auf dem Mittelaltermarkt entführten rund 200 Akteure die zahlreichen Besucher in die Welt des Mittelalters.

 Händler boten handgefertigte Waren mit Bezug auf das düstere Zeitalter an, Schauspielgruppen wie die „Raben von Stromberg“ zeigten in vielen improvisierten Einlagen das damalige Leben, während die Gruppe „Animus Andvarii – Spielleute des Westens“ für die passende mittelalterliche Musikuntermalung sorgte. Zahlreiche Aktivitäten für die Nachwuchsritter und Prinzessinnen rundeten das Angebot ab.

Für die perfekte Organisation hatte der Diestedder Benedikt Brüggenthies zusammen mit dem Rietberger Verein „Söldner der Reiche“ gesorgt.

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