Dr. Markus Pieper trotzt Europa-Krise
Bild: Grünebaum
Einen Einblick in seine Arbeit in Brüssel und Straßburg gewährte Dr. Markus Pieper.
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Doch wer dachte, der gebürtige Lotter ließe sich von den Schreckensnachrichten selbst in seiner Europa-Politik verunsichern, der irrte. „Das ist nicht das Ende des Euro-Raums“, zeigte er sich kämpferisch. Dennoch: Der erfahrene Politiker nahm mit Blick auf das hoch verschuldete Griechenland kein Blatt vor den Mund. Er sprach von einer echten „Herkulesaufgabe“ und scheute sich nicht, das heiß diskutierte Wort „Umschuldung“ in den Mund zu nehmen. „Kritisch wird es, wenn Griechenland seine Kredite nicht mehr zurück zahlen kann“, betonte er. Er schloss nicht aus, dass das Land nochmals um Geld bitten müsste. Er verwies aber zugleich auf die vergleichsweise geringe Wirtschaftsleistung von Griechenland, Irland und Portugal im Euro-Raum.

Interessiert verfolgten die Oberschüler Piepers Vortrag, um anschließend selbst Fragen zu stellen. Der Politiker animierte daran, über den Tellerrand zu schauen und Auslandserfahrungen zu sammeln. „Sprachen, Sprachen, Sprachen“, wiederholte der Europaabgeordnete gebetsmühlenartig. Austauschprogramme könnten helfen, diese Schlüsselqualifikation zu erwerben und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. „Europa bietet hierbei Unterstützung“, stellte er heraus.

Und was ärgert Dr. Markus Pieper bei seiner Arbeit für ein starkes Europa? Das europäische Parlament dürfe sich wie beim Glühbirnenverbot nicht immer mehr in das tägliche Leben einmischen, meinte er. Stattdessen seien Themen wie die Flüchtlings- und Außenpolitik sowie die Energiesicherung von Bedeutung.

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