Ein positiveres Bild Afrikas zeichnen
Ein positiveres Afrikabild möchte Herausgeber und Autor Dr. Moustapaha Diallo aus Wadersloh mit seinem Buch „Visionäre Afrikas – Der Kontinent in ungewöhnlichen Portraits“ zeichnen.

Der Wadersloher Diallo, der im Senegal Germanistik studiert hat, über ein Stipendium nach Münster kam und in Paris promovierte, erzählt in seinem Buch von afrikanischen Helden – Widerstands- und Freiheitskämpfern, Philosophen, Schriftstellern, Musikern und Ingenieuren, die auf ihrem Gebiet etwas Herausragendes geleistet haben. „Sie dienen für alle als Vorbilder, da sie an ihren Träumen festgehalten, sie gegen Widerstände verteidigt und sie verwirklicht haben“, betont Diallo.

 Mit seinem Buch möchte er seinen Beitrag für ein vorurteilsfreies Afrikabild leisten. Viel zu selten kämen Afrikaner noch heute im 21. Jahrhundert in Europa zu Wort. Daran möchte er mit seinem Buch etwas ändern. In Europa werde oftmals ein düsteres Bild Afrikas gezeichnet. Es werde nur über Krankheiten, Kriege, Korruption und Armut berichtet, dabei habe der Kontinent viel mehr zu bieten.

Als Germanistik-Dozent an der Universität Paderborn habe Diallo einmal seine Studenten gefragt, was Europa von Afrika lernen könne. Schweigen sei die Antwort gewesen, erzählt er. Dabei könne Europa viel von Afrika lernen, wie die Vermittlung von menschlichen Werten. „Der Mensch ist das Wichtigste, wichtiger als alles andere“, sagt Diallo, „er braucht das Gegenüber, Solidarität und den Zusammenhalt“. In Europa herrsche hingegen oftmals ein Egoismus-Gedanke vor. 42 afrikanische Autoren konnte Herausgeber Diallo für sein Buch gewinnen, die in 42 Portraits von afrikanischen Frauen und Männern aus der Gegenwart und Vergangenheit ein authentisches Bild von ihrem Kontinent, von seiner Vielfalt und Vitalität zeichnen.

Die Beiträge sind mal essayistisch, mal erzählerisch geschrieben. Diallo hat versucht, so viele Länder wie möglich abzudecken. Die Protagonisten der Erzählungen stammen aus 23 Ländern des Kontinents. Insgesamt umfasst Afrika 56 Länder.

Das 368 Seiten starke Werk ist im Peter-Hammer-Verlag erschienen.

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