Europafest soll mobilisieren
Beseelt von Europa: (v.l.) Heino Teckentrup (FWG), Klaus Grothues (CDU), Hans-Jürgen Lang (Gymnasium Johanneum), Oliver Weinekötter (FDP), Anne Claßen (SPD) und Rudi Luster-Haggeney (CDU).

Es beginnt am Samstag, 11. Mai, um 11 Uhr auf dem Schulhof des Gymnasiums Johanneum. Die Schule fungiere bei dieser Gemeinschaftsaktion der heimischen Lokalpolitiker gern als Gastgeber, betont Direktor Hans-Jürgen Lang. Nach seinen Angaben wird die Veranstaltung den Charakter eines Frühschoppens haben. Die Gymnasiasten werden die Besucher mit europäischen Speisen und Getränken versorgen.

Dass es sich nicht um klassischen Wahlkampf handelt, macht vor allem das Engagement der Freien Wähler (FWG) deutlich. Für sie kann es gar nicht um Stimmenfang gehen, weil die FWG bei der Wahl zum Europaparlament am 26. Mai nicht antritt. Dennoch sei man selbstverständlich mit von der Partie, machte Fraktionschef Heino Teckentrup deutlich. „Wir wollen Europa ein starkes Gesicht geben. Es geht ja nicht nur um Politik. Ob in Kultur, Wirtschaft oder Sport: Europa tut überall gut.“

„Setzen Sie mit Ihrer Teilnahme und gemeinsam mit uns ein Zeichen für Europa“, heißt es auf den Plakaten, mit denen CDU, SPD, FDP und FWG für die Veranstaltung werben. Ihr Konzept sieht vor, dass es kurze Ansprachen von lokalen Rednern geben wird. Wadersloher aus Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft, Vereins- genauso wie Schülervertreter werden deutlich machen, welchen Wert Europa aus ihrer Sicht hat. Durchs Programm führt der in Wadersloh aufgewachsene Radiomoderator Marco Zaremba.

Zum Abschluss gegen 12.30 Uhr soll gemeinsam die Europahymne (Beethovens „Ode an die Freude“) musiziert und gesungen werden. Dazu darf jeder sein Blasinstrument mitbringen. Die Noten werden auf dem Schulhof verteilt.

Die heimischen Politiker machen klar: „Europa und die Europäische Union bedeuten für uns neben Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Freizügigkeit vor allem die längste Friedensperiode in unserer Geschichte.“ Anne Claßen (SPD) wünscht sich am 26. Mai eine starke Wahlbeteiligung, um nicht populistischen Parteien das Feld zu überlassen.

Für Oliver Weinekötter (FDP) ist der Brexit ein abschreckendes Beispiel, wie es kommt, wenn sich die Anhänger Europas nicht für eine Abstimmung mobilisieren lassen. Rudi Luster-Haggeney (CDU) sagt mit Blick auf die Zukunft des Kontinents: „Es wird nur miteinander gehen, nicht gegeneinander.“ Und sein Parteifreund Klaus Grothues ergänzt, dass auf zahlreichen Politikfeldern, etwa beim Klima, an gemeinsamen europäischen Lösungen kein Weg vorbeiführe.

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