Franz-Josef Hahne auf Kandidatensuche
Bild: Clauser
Mit einer Stellenanzeige ist am Wochenende nach einem Bürgermeisterkandidaten für Wadersloh gesucht worden. Franz-Josef Hahne bestätigte, der Urheber der Anzeige zu sein. Gemeinsam mit weiteren Mitstreitern hatte er sich in den vergangenen Wochen und Monaten vehement gegen die Planung des Baugebietes "Lechtenweg" ausgesprochen.
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Gemeinsam mit weiteren Mitstreitern hatte er sich in den vergangenen Wochen und Monaten vehement gegen die Planung des Baugebietes "Lechtenweg" ausgesprochen.

Die Wege seien eingefahren, da müsse „frische Luft“ rein, machte Hahne deutlich. Die Interessengemeinschaft sei parteilich nicht gebunden, jeder könne mitmachen, sagte der Wadersloher, der selbst als Beisitzer in der CDU-Ortsunion Wadersloh aktiv ist. Man wolle einen Pool bilden für Leute, „die es anders machen wollen“. Er könne sich vorstellen, auch aus anderen Parteien und Ortsteilen Zustimmung zu finden.

Im Kern plane man derzeit mit rund zehn Personen das weitere Vorgehen im Wahlkampf. Es sei bereits ein Kriterien-Katalog für einen möglichen Bürgermeister-Kandidaten ausgearbeitet worden, auch der weitere Weg werde noch schriftlich festgelegt und öffentlich gemacht. In Planung sei ferner eine Flugblätteraktion vor dem Wahltermin. Im Moment warte man auf Zusendungen – gegebenenfalls wolle man weitere Werbemaßnahmen anstoßen.

In einer ersten Stellungnahme machte Franz Steinhoff, Vorsitzender der CDU-Ortsunion Wadersloh, deutlich, dass das Vorhaben nicht mit dem Vorstand abgestimmt worden sei. Gleichwohl handele es um einen rein demokratischen Vorgang, der jedem freistehe und der legitim sei.

„Wir wissen, was wir nicht wollen“, stellte Franz-Josef Hahne für die Interessengemeinschaft heraus, zu der nicht nur Lechtenweg- sondern unter anderem auch Windkraftgegner zählten. Der Verwaltung und speziell Bürgermeister Christian Thegelkamp warf er vor, in verschiedenen Punkten falsch agiert zu haben. Große Investitionen würden falsch gesetzt, Meinungen gerne als Einzelmeinungen dargestellt, nahm Hahne kein Blatt vor den Mund.

Trotz der Übergabe von rund 230 Unterschriften habe es beispielsweise beim Baugebiet „Lechtenweg“ keine öffentliche Aussprache mit allen Bürgern gegeben. Anstatt Familien auf die grüne Wiese und an den Ortsrand zu locken, sollte besser in den Ortskern investiert werden. Man habe ausgerechnet, dass bis zum Jahr 2030 mehr als 600 Wohnungen im Ort leer stünden – darüber dürfe man nicht einfach wegsehen, führte Hahne weiter aus. Auch das Thema Windkraft sei nicht richtig gehandhabt worden.

Man habe die besseren Argumente, jetzt müssten sie nur zum Ausdruck gebracht werden. Das soll durch einen geeigneten Kandidaten geschehen.

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