Geschichtsheft widmet sich dem Landleben
Bild: Ewald
Gemeinsam stellten die Mitglieder der Geschichtswerkstatt (v.l.) Bernhard Löppenberg, Dr.Hans-Joachim Haberecht, Annette Müller, Ekkehard Schulze Waltrup, Rudolf Winkelhorst und Wilhelm Plümpe das 26. Heft aus der Reihe „Liesborner Geschichtshefte“ vor. Daran mitgewirkt hat auch Siegfried Stelten, der an diesem Abend verhindert war. Bernhard Löppenberg stellte das 26. Liesborner Geschichtsheft während der Jahreshauptversammlung des Liesborner Heimatvereins ausführlich vor.
Bild: Ewald

 In der mittlerweile 26. Ausgabe beleuchten verschiedene Autoren unter der Überschrift „Unser tägliches Brot gib uns heute“ das bäuerliche Leben im Umfeld der Abtei. Ob nun die geschichtliche und technische Entwicklung der Landwirtschaft, die Abhängigkeit der Bauern von der Feudalherrschaft über die „Bauernbefreiung“ bis hin zum heutigen Betrieb oder auch von der Urbarmachung des Landes bis zur Flurbereinigung beschreiben verschiedene Autoren das Leben auf dem Lande. Teils liegt hier auch die eigene Hof- und Familiengeschichte zu Grunde.

 Auch ein Thema ist die Entwicklung der Behausung der Menschen, bei der das vierständige, niederdeutsche Hallenhaus des 19. Jahrhunderts besonders breiten Raum einnimmt. Außerdem findet man eine Abhandlung über die Geschichte und die Arbeit des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes, die Liesborner Jagdreviere, und es wird das St.-Josef-Haus aus Anlass des 100-jährigen Bestehens skizziert.

Besonders gewürdigt werden die Verdienste von Bernhard Löppenberg, der dafür im vergangenen Jahr mit der Medaille des Bundesverdienstordens ausgezeichnet wurde sowie das Leben und Wirken des im Februar verstorbenen Artur Steinke. Stellvertretend für die Arbeit von Bauersfrauen Anfang und Mitte des vergangenen Jahrhunderts wird das Leben der ebenfalls Anfang des Jahres verstorbenen Maria Plümpe skizziert.

Einen besonderen Dank richtete Bernhard Löppenberg als Redakteur an die vielen Inserenten, die es möglich gemacht hätten, dass das heimatkundliche Heft zum Preis von vier Euro im örtlichen Buchhandel oder direkt beim Vorstand des Heimatvereins erworben werden könne.

Wie begehrt die Ausgaben der „Liesborner Geschichtshefte“ sind machte Heimatvereinsvorsitzender Wilhelm Plümpe deutlich: Die ersten Ausgaben sind mittlerweile vergriffen, werden aber immer noch nachgefragt. Wer keine Verwendung mehr für die Hefte hat, sollte sie dem Heimatverein wieder zur Verfügung stellen, lautete seine Bitte.

SOCIAL BOOKMARKS