Gruppe hat hoch zu Ross Spaß
Bild: Krönauer
Nach einer Planwagenfahrt zum Fahrsport Königsbusch in Wadersloh freuten sich die Teilnehmer der Caritas-Freizeit für Erwachsene mit Behinderung aufs Reiten. Das Bild zeigt Teilnehmer und Betreuer (v. l.): Jana Bartels, Eva Brexel, Niklas (17), Ralf-Rüdiger (54), Annegret Schlüter, Cäcilia (54), Klaus-Dieter (46), Alexander (26), Ursula Strunk, Hans-Peter (53), Anja (24), Philipp (33) und Brigitte Fischer.
Bild: Krönauer

Am Mittwoch hat die Gruppe beim Fahrsport Königsbusch die Aussicht von dem Rücken des Friesenpferds „Van Raik“ genossen. Daumen hoch – das ist Philipps Urteil über das Reiten. Der 33-Jährige ist der Sohn der Gruppenleiterin Annegret Schlüter und gerne bei den Ferienaktionen dabei. Auch der 26-jährige Rollstuhlfahrer Alexander traut sich einen Ritt zu. Er bekommt Hilfestellung beim Aufsteigen durch Hofbesitzerin Friederike Löppenberg und Betreuerin Ursula Strunk, die ihn über einen Hocker und aufeinandergestapelte Getränkekisten ans Pferd heranführen.

„Das ist eine tolle Gemeinschaft“, stellt Leiterin Annegret Schlüter fest. Neue würden offen empfangen. Die Mehrheit der Ferienfreizeit-Teilnehmer kennt sich bereits von dem wöchentlichen Treffen für körper- und mehrfachbehinderte Erwachsene der Caritas, das auch Annegret Schlüter veranstaltet. Ihren beruflichen Weg in der Pflege hat die Diplom-Oecothrophologin aufgrund der Behinderung ihres 33 Jahre alten Sohns eingeschlagen. „Mich hat immer gestört, dass es an Angeboten für Erwachsene mit Behinderung mangelt.“ Seit 2010 ist sie mit den Aktionen wie dem wöchentlichen Treffen und einem jährlichen Ferienprogramm gestartet. Ihre Kollegin Ursula Strunk unterstützt sie dabei und freut sich besonders über die Dankbarkeit der Teilnehmer. „Gestern haben wir einen Ausflug nach Köln unternommen, von dem die Mitfahrer heute noch begeistert sind.“ So auch Teilnehmer Klaus-Dieter (46), dem an dem Ausflug zum Schokoladenmuseum am besten die Zugfahrt gefallen habe. Für ihn sei dies ein seltenes Erlebnis, daher habe er direkt einen Fensterplatz gewählt.

Eine jüngst fertiggestellte Hütte in Annegret Schlüters Garten diente als täglicher Treffpunkt. Zu dem Programm der einwöchigen Freizeit, die am morgigen Sonntag endet, gehörten ein Besuch des Schalke-Stadions in Gelsenkirchen sowie Bastel- und Grillnachmittage. Auch ein neues Würfelspiel für den Mottotag zu Indianern und Winnetou hat sich Annegret Schlüter ausgedacht. „In späteren wöchentlichen Treffen trainiere ich mit dem Spiel die Erinnerungen an die Freizeit.“

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