Günter Häger gestaltet Osterkerze
Bild: Ewald
Basteln zusammen im Liesborner Pfarrheim ihre Osterkerzen nach dem „großen“ Vorbild: (v. l.) Chiara und Carmen Reeke, Sabine Markmann, Günter Häger, der diese Tradition seit 25 Jahren hochhält, Gina Markmann sowie Anja und Jonas Reeke.
Bild: Ewald

Anschließend wird sie in das noch dunkle Gotteshaus getragen und ausgehend von dieser Flamme werden auch die Osterkerzen der Gottesdienstbesucher angezündet. Das Basteln einer Osterkerze nach diesem Vorbild hat in Liesborn Tradition. Vor 25 Jahren brachte Günter Häger – damals Lehrer an der Wilhelm-Hüffer-Grundschule – diesen Gedanken mit nach Liesborn.

Die Idee kam ihm, als er mit Familie und Freunden aus dem Kreis der örtlichen Kolpingsfamilie mehrmals über die Kar- und Ostertage an einer Familienfreizeit in der Benediktinerabtei Nütschau bei Bad Oldesloe teilnahm. „Zu den Freizeitaktivitäten zählte dort auch die Gestaltung einer Osterkerze, von der Themenfindung über den Entwurf bis hin zur Ausführung mit den entsprechenden Materialien“, erinnert sich Häger. „Und mit meiner Idee, die Osterkerze für die Liesborner Pfarrkirche und auch für die Familien selbst zu gestalten, lief ich beim damaligen Pfarrer Ludger Böckenhoff natürlich offene Türen ein“, fügt er schmunzelnd hinzu.

„Geheimnis des Glaubens – im Brot ist das Leben“ lautet das Thema der Osterkerze des Jahres 2012. Mittlerweile „stapeln“ sich in der Zeichenmappe die bisherigen 25 Themenentwürfe, und Günter Häger macht deutlich, dass es immer schwieriger wird, ein neues Thema zu finden und dieses künstlerisch umzusetzen.

Ansporn ist für ihn aber nach wie vor die Tatsache, dass sich sein Entwurf nicht nur auf den meisten Liesborner Osterkerzen wiederfindet. „Durch Mund zu Mund-Propaganda fragen immer mehr Pfarrgemeinden beider Konfessionen, aber auch Privatpersonen aus der näheren und weiteren Umgebung schon Anfang des Jahres nach der neuen Vorlage“, freut er sich über die stetige Nachfrage. Auch viele Liesborner haben sich mittlerweile die Herstellungstechnik angeeignet und kommen nur noch ins Pfarrheim, um sich gegen Erstattung der Materialkosten die notwendigen Teile mitsamt einer Vorlagen-Kopie (und einem Foto von der fertigen Kerze) zum Basteln nach Hause zu holen.

Wieder andere, darunter auch viele Neulinge, nehmen sich aber nach wie vor die Zeit, um in Gemeinschaft und mit praktischen Tipps von Günter Häger ihre persönliche Osterkerze zu gestalten und sich so auf das Fest der Auferstehung Jesu einzustimmen.

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