Handwerk in seiner ganzen Vielfalt
Handarbeiten aller Art präsentierten (v. l.) Helga Windhövel, Agnes Heitmann, Elvira Tork, Agnes Böntrup, Robert Tork und Hedwig Drügemöller.

Vor dem Hauptportal, im Innenhof, in der Museumsscheune aber auch im Museum selbst bauten mehr als 60 Aussteller aus ganz Deutschland ihre Stände auf. Sie präsentierten dort ihre Waren und Dienstleistungen und führten ihr Handwerk vor. Schon zur Markteröffnung am Samstagmorgen kamen die Besucher von nah und fern scharenweise ins Liesedorf.

Über Monate hatten Organisatorin Annette Herzog und das Team des Museums die 32. Auflage des Handwerkstags bis ins Detail vorbereitet. Begeistert zeigte sich Museumsleiterin Dr. Elisabeth Schwarm: „Wir hatten in diesem Jahr wieder sehr viele Aussteller mit qualitativ hochwertigen Produkten. Die Besucherzahlen waren noch höher als in den Vorjahren.

Der Handwerkstag wurde sehr gut angenommen.“ Vor allem die Vielfalt wussten die Besucher zu schätzen. Familien nutzen das Angebot gern und probierten an den vielen Anlaufstellen auch selbst mal etwas aus. Seiler Josef Brügge aus Marienfeld hatte sein mehr als 100 Jahre altes Seilgeschirr aufgebaut. Die Maschine stammt aus Warendorf und leistet seit einem Jahrhundert gute Dienste. So wie Josef Brügge sind viele Aussteller immer wieder mit von der Partie.

Einige kommen seit fast drei Jahrzehnten ins Liesedorf. Aber auch ein paar Neulinge schlugen erstmals ihre Zelte auf: Wie etwa Sabine Brandt aus Seelze, die handgefertigte Hühnchen aus Stoff anbot. Seit 15 Jahren ist Petra Rentrup aus St. Vit in Liesborn dabei. Die Holzbildhauermeisterin stellte nicht nur handgefertigte Krippenfiguren und Kasperlefiguren aus, sondern schnitzte auch Spekulatiusbretter an Ort und Stelle, mit denen in wenigen Monaten Weihnachtsgebäck hergestellt wird. Ein Schwerpunkt des Handwerktags war das Thema Restauration.

Ob Gemälde, Puppen, Porzellan oder Möbel: Interessenten wurden umfassend beraten. Die Veranstaltung erwies sich einmal mehr als tolles Fest für die ganze Familie vor einer schönen Kulisse. Der Besuch gleicht jedes Jahr einer Entdeckungsreise in die Vergangenheit. Altes Handwerk kommt auch heute noch gut an. Und da das Zusehen und Staunen hungrig machte, schmeckten Bratwurst, kühle Getränke, Kaffeekreationen und frisches Ziegeneis ganz vorzüglich.

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