Im Grundschulverbund in das neue Schuljahr
Bild: Inderlied
Frohen Mutes starteten Schüler, Lehrer, Verwaltung und Politik den Grundschulverbund Wadersloh. Die Neuorganisation wurde vollzogen, um in allen Ortsteilen eine Grundschule zu sichern. Rektor Holger Meyer leitet mit seiner Stellvertreterin Anne Walter (r.) den Verbund. In der Mitte die Standortsprecherin der Wilhelm-Hüffer-Schule in Liesborn, Inge Mittag-Nienaber.
Bild: Inderlied

 Holger Meyer, Leiter des Grundschulverbundes Wadersloh, sieht der Zukunft nun gespannt entgegen: „Jetzt geht es ans Eingemachte. Bis jetzt war das alles nur Theorie.“

Knapp anderthalb Jahre sind vergangenen, seit erste Ideen um die Zusammenlegung von Augustin-Wibbelt-Schule (Wadersloh), St.-Nikolaus-Grundschule (Diestedde) und Wilhelm-Hüffer-Schule (Liesborn) zum Grundschulverbund Wadersloh reiften. Nötig geworden war der Schritt durch die Entscheidung der Bezirksregierung, infolge sinkender Schülerzahlen zwei freigewordene Schulleiterstellen nicht neu zu besetzen. Somit kann in allen drei Ortsteilen eine Grundschule erhalten werden.

Die Neustrukturierung betrifft 491 Schüler, die derzeit die drei Grundschulen der Gemeinde besuchen, die organisatorisch von der Grundschule Wadersloh aus geleitet werden. Die Teilstandorte in Liesborn und Diestedde werden jeweils von Stellvertreterinnen geleitet.

 „Der Prozess des Zusammenwachsens hat gerade erst begonnen“, gibt sich Rektor Holger Meyer keinen Illusionen hin. Durch die Zusammenlegung vergrößert sich mit einem Schlag auch das Kollegium. 28 Lehrer und eine Sozialpädagogin sind nun für die Grundschüler zuständig. Dies biete viele Möglichkeiten, wie Holger Meyer feststellt. „Wir haben jetzt mehr Ressourcen und größeren Sachverstand“, schätzt der Schulleiter, „besonders über letzteres freuen wir uns und setzen auch darauf.“

Die gute Zusammenarbeit bei der Bildung des Grundschulverbundes lobte indes Bürgermeister Christian Thegelkamp. „Das ist eine wesentliche Änderung in der Schullandschaft“, sagte der Erste Bürger der Gemeinde. „Das geht nur, wenn alle mitmachen.“ In diesem Zusammenhang bedankte sich Thegelkamp für das gemeinschaftliche Engagement von Politik, Stadt und Schulverwaltung, Lehrerkollegien und Elternschaft, ohne die dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre.

Eines freute ihn besonders: „Wichtig an dieser Lösung ist, dass die Kinder weiter in ihren Ortsteilen zur Schule gehen können. Das ist immer noch besser, als die Kinder jeden Tag durch die Gegend zu kutschieren.“

SOCIAL BOOKMARKS