Im Museum gibt es einiges zu entdecken
Bild: Husmann
Handsignierte Litografien von Francis Bacon (1909 – 1992), von ihm stammt das teuerste Gemälde der Welt, sind auch in Liesborn zu sehen. Eine ideale Einstimmung für die Bacon-Ausstellung in Münster, die am 8. November eröffnet wird, findet Museumsmitarbeiterin Dr. Jutta Desel.
Bild: Husmann

Mit Abstand die erfolgreichste Ausstellung – nicht nur mit Blick auf dieses Jahr – sei die Chagall-Ausstellung gewesen, machte Kunsthistorikerin Dr. Jutta Desel im Gespräch mit der „Glocke“ deutlich. Auch im kommenden Jahr wolle man daher im Programm auf bekannte Namen setzen.

So wird am Samstag, 24. Januar, eine Ausstellung mit dem viel versprechenden Titel „Happy End im Paradies“ eröffnet. Gezeigt werden die Illustrationen von Salvador Dalí zu Dantes göttlicher Komödie. Thematisch geht es um Vorstellungen vom Jenseits. „Wir hoffen, damit an den Erfolg der Chagall-Ausstellung anknüpfen zu können“, sagt Dr. Jutta Desel. Sie selbst freut sich auch auf Sonderausstellung im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster unter dem Titel „Das nackte Leben. Von Bacon bis Hockney“.

Francis Bacon (1909 – 1992), künstlerischer Autodidakt, gilt als bedeutendster Nachkriegskünstler Großbritanniens. Sein Tripthychon „Three Studies of Lucian Freud“ wurde 2013 bei Christie’s in New York für 142,4 Millionen US-Dollar versteigert und ist damit das bislang teuerste Gemälde der Welt. Drei handsignierte Litografien von Bacon sind in der Kruzifixausstellung in Liesborn zu sehen. Die verstörenden Szenen vor einem blutroten Hintergrund sind eine erneute Auseinandersetzung mit dem Thema seines Triptychons „Drei Studien zu Figuren am Fuße einer Kreuzigung“.

Auch die aktuellen Ausstellungen lohnen einen Blick. Historisch Interessierte finden in der Ausstellung über den Ersten Weltkrieg beeindruckende Zeitzeugnisse aus der Region. Viele Bürger aus der Großgemeinde Wadersloh und der Umgebung haben dafür Dokumente zur Verfügung gestellt, die noch bis zum 2. November einen authentischen Einblick in die Geschehnisse dieser Zeit geben.

Sehenswert sind auch die Fotografien von Helfried Stange, die Alltägliches wie mit dem Kaleidoskop betrachtet in Szene setzten. Flankiert wird die Ausstellung von den Werken von Rolf M. Jancak, die den Betrachter in fremde Galaxien entführen. Gut angekommen seien in diesem Jahr auch der Flohmarkt zur Porzellanausstellung und die Expertenaktion, erklärte Dr. Jutta Desel. Ähnliche Aktionen würden auf jeden Fall wiederholt.

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