KFD-Karneval reizt die Lachmuskeln
Bild: Brüggemann
Richtig jeck ging es am Mittwoch beim Karneval der KFD St. Nikolaus im Karl-Leisner–Heim zu. Das Eröffnungslied wurde in den bekanntesten Sprachen gesungen
Bild: Brüggemann

Vor vollem Saal konnte KFD-Sprecherin Margret Börger die vielen weiblichen Gäste zum Karneval begrüßen. Und nicht nur Diestedderinnen waren gekommen, auch Frauen aus Wadersloh-Geist, aus Essen und Dorsten gaben sich ein Stelldichein im Nikolausdorf. Sogar der Kater Rumskedi, das Wahrzeichen des Beckumer Karnevals, wurde gesichtet. Sie alle erlebten, wie sieben Frauen mit einer Leidenschaft für den Karneval ordentlich Power in den Saal brachten. Zehn Programmpunkte sorgten für gute Laune.

Der Nachmittag begann musikalisch. Im Refrain des ersten Liedes hieß es: „Die Nikolaus-Frauen kommen heut’ in Schwung, sie feiern Karneval hier im großen Saal.“ „Trübsal und Verdruss hatten Pause, machten doch die Frauen eine Sause“, stellte auch Margret Börger fest. Da waren nach dem Lied „Unsere Kräh ist tot“, vorgetragen in den bekanntesten Sprachen dieser Erde, zunächst Klara und Elvira (Maria Hense und Karola Loddenkemper) an der Reihe, die mit spitzer Zunge ihre Missverständnisse auskosteten. Wie auch Margret Börger und Gertrud Prinz im Sketch über Mutter und Tochter erhielten sie viel Applaus und reizten mit ihren Wortgefechten die Lachmuskeln.

Marlies Bredenhöller trat anschließend in die Bütt und nahm bei ihren Erzählungen aus dem häuslichen Umfeld kein Blatt vor den Mund, vielmehr zog sie zur Erheiterung aller ihren Mann humorvoll durch den Kakao. Nach der Geschichte eines Kaugummis trafen sich zwei Frauen (Luise Berkensträter und Gertrud Prinz) auf dem Krammarkt in Lippstadt, wo sie unter begeistertem Beifall ihrer Zuhörerinnen nach Herzenslust stöberten.

Beim sich anschließenden Frühstück wollte Maria Hense von ihren „Mann“ (gespielt von Margret Stuckenschnieder) wissen, wie er sich nach ihrem Tod verhalten würde. Und sie gab mit ihrer Fragerei nicht eher Ruhe, bis sich ihr Mann verplapperte und deutlich wurde, dass dieser schon eine „Nachfolgerin“ gefunden hat. Auch die Tupperberaterin (Marlies Bredenhöller) erntete viel Gelächter und Applaus für ihre Mitteilungen aus ihrer Arbeit zwischen Frischhaltedosen, Salatschüsseln und Backformen.

Das große Finale rief schließlich alle Akteure noch einmal auf die Bühne, wo sie bekannte Lieder zum Besten gaben. Christoph Hein griff in den Pausen in die Tasten des Klaviers und spielte Schunkel- und Karnevalslieder, die lauthals mitgesungen wurden. Das Fazit: allerbeste närrische Stimmung im Karl-Leisner-Heim, das am Mittwoch ganz in Frauenhand war.

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