Kaplan aus Nigeria freut sich auf Dienst
Bild: Husmann
Ein neues Gesicht ist in der Pfarrgemeinde St. Margareta unterwegs: (v. l.) Kaplan Frankline Anyanwu wird Pfarrer Martin Klüsener fünf Jahre lang unterstützen und in Liesborn die Aufgaben von Pastor Bernhard Akurathi übernehmen, der zurück nach Indien geht und am 21. Dezember in Liesborn verabschiedet wird.
Bild: Husmann

Das ist Kaplan Frankline Anyanwu aus Nigeria. Der 35-Jährige ist bereits seit vier Wochen in Wadersloh und wohnt im Hotel Karger. Dass die beiden noch eine Weile parallel arbeiten, sei überraschend gekommen, erklärt Pfarrer Martin Klüsener die Wohnlösung. Frankline Anyanwu wird demnächst nach Liesborn umziehen – in die Wohnung von Bernhard Akurathi. Pater Matthäus, der seine Zeit in der Gemeinde für weitere fünf Jahre verlängert hat, bleibt in Wadersloh.

Die Arbeit in Liesborn als einziger Geistlicher vor Ort sei eine Herausforderung, weiß Pastor Klüsener, doch der Neuzugang aus Afrika ist guten Mutes und freut sich auf die Arbeit. In Nigeria sei man als Priester der Mann für alles, verrät er, es gebe auch keine Pastoralreferenten, die Aufgaben übernehmen. „Das ist ein Chance, neue Erfahrungen zu sammeln“, sagt Anyanwu in erstaunlich gutem Deutsch.

2008 wurde er in Nigeria zum Priester geweiht, unterrichtete im dortigen Priesterseminar und leitete zuletzt ein Gymnasium. Seit Januar ist er in Deutschland. Erste Anlaufstelle für alle Priester aus dem Ausland, die im Bistum Münster tätig werden, ist die Akademie Klausenhof in Hamminkeln. Frankline Anyanwu musste sich dort zunächst an die Kälte gewöhnen. Der Sommer habe ihm besser gefallen. „Wie in Nigeria“, sagt er und lächelt.

 Nicht nur auf ihn warten Herausforderungen, sondern auch auf Pastor Bernhard Akurathi, der 2004 zum Priester geweiht wurde. Der 36-jährige freut sich darauf, nach vier Jahren das Weihnachtsfest wieder mit seiner Familie verbringen zu können. Ihn erwarten in Indien seine Mutter, seine acht Geschwister und 14 Nichten und Neffen.

Am Sonntag, 21. Dezember, wird er während der Messe in der Abteikirche verabschiedet. Auch ein Empfang im Pfarrheim ist geplant. In Indien wird er zunächst Italienisch lernen, um ab September 2015 in Rom Kirchenrecht zu studieren und zu promovieren.

Große Pläne und große Veränderungen – so ist das eben im Leben.

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