Keine Einwände durch den Artenschutz
Bild: dpa
Empfindlich auf Windkraft-Anlagen reagieren beispielsweise der Schwarzmilan (im Bild), aber auch Baumfalken, Rotmilane und Rohrweihen. Nach der artenschutzrechtlichen Prüfung, die im Bauausschuss in dieser Woche vorgestellt wurde, gibt es von dieser Seite aus keine Bedenken gegen die von der Gemeinde Wadersloh geplant Windkraft-Anlage am Zentralklärwerk.  Bild: dpa
Bild: dpa

 Volker Stelzig vom gleichnamigen Planungsbüro in Soest gab bekannt, dass keine artenschutzrechtlichen Belange den weiteren Planungen im Weg stehen. Von April bis Oktober vergangenen Jahres hätten jeweils in der Dämmerung 16 Ortstermine mit Untersuchungen in dem Gebiet stattgefunden. Darüber hinaus habe man landesweit erfasste Daten und auch die Aussagen örtlicher Naturschützer in das Gutachten mit einfließen lassen.

 Untersucht wurde ein vorgegebener Radius von 1000 Metern rund um die geplante Anlage. Fledermäuse seien in dem Bereich nicht so häufig, dafür in großer Artenvielfalt anzutreffen. Sie würden in niedrigen Höhen jagen, führte er aus. Lediglich im Herbst könnten aufgrund von Fledermauszügen zeitliche Abschaltungen der Anlage erforderlich sein.

Für die Planungen besonderes relevant sind die Brutvögel, darunter Baumfalken, Rohrweihen, Rot- und Schwarzmilane, die empfindlich auf Windkraftanlagen reagieren. Anhand einer Karte machte Stelzig deutlich, dass sich diese Arten etwa am Rand des 1000-Meter-Kreises um das Windkraftwerk aufhalten. Darüber hinaus habe man drei Brutplätze von Kiebitzen und ein Rohrweihenpaar entdeckt, das in einem Getreidefeld seinen Brutplatz hat.

Hier müsse man mit kompensatorischen Maßnahmen noch vor dem eventuellen Bau der Anlage entgegenwirken. Nach der artenschutzrechtlichen Prüfung beginnt nun die Wirtschaftlichkeits- und Machbarkeitsstudie.

Erste Ergebnisse dieser Prüfung sollen in einer der nächsten Sitzungen des Hauptausschusses vorgestellt werden.

SOCIAL BOOKMARKS