Kinder lernen beim Boxen fürs Leben
Foto: Eickmeier
Trotz der Corona-Epidemie wird beim „TG Fight-Sport“ in Wadersloh wieder hart trainiert. „Die Glocke“ war bei der Gruppe zu Besuch.
Foto: Eickmeier
Und daraus entstand der „TG-Fight-Sport“ mit Thaiboxer Tuncay Gül. Mit mehr als 80 Kämpfen ist er der Cheftrainer beim Kinderboxen. Gemeinsam mit Stefanie Gralla hat er sich den „TG-Fight-Sport“ aufgebaut. An Professionalität fehlt es dem Team nicht, denn auch Engien und Gökhan Gül sind Profiboxer und Co-Trainer der Kinder. Stefanie Gralla ist für die Verwaltung zuständig, unterstützt aber auch im Unterricht ihre Kollegen. Zum Trainieren haben sie sich die Räumlichkeiten von Robert Edelbruck im Gym Wadersloh gemietet.
Das Training findet zwei Mal die Woche statt und dauert eine Stunde. Aufgrund von Corona haben die Kinder im Moment nur 45 Minuten Training. Die Gruppe ist gemischt, Jungen und Mädchen boxen gemeinsam. Meistens sind zwei Trainer dabei, um individuell auf die Probleme der Kinder eingehen zu können. Es können alle Kinder im Alter von fünf bis 17 Jahren teilnehmen. Dabei wird besonders darauf geachtet, gelenkschonend zu trainieren. Bis zu 30 Teilnehmer sind erlaubt. Es pendelt sich aber zwischen zehn bis 15 Personen ein, damit man sich auf jedes Kind konzentrieren kann. Das Box-Trainning eignet sich auch für Kinder, die in der Schule gemobbt werden. Dabei sind sowohl „Täter“ als auch „Opfer“ dabei. „Die Kinder haben bei uns klare Regeln und Grenzen. Wenn sie sich falsch verhalten, bekommen sie darüber eine Rückmeldung. Genauso ist es aber, wenn sie etwas sehr gut gemacht haben. Wir sagen immer: Kinder ohne Grenzen sind haltlos, deswegen müssen sie wissen, was sie dürfen und was nicht“, erklärt Stefanie Gralla.
Derzeit denkt das Team des Kinderboxens in Wadersloh darüber nach, mit Schulen zu kooperieren, um die Kinder frühzeitig aus Mobbing-Situationen holen zu können und gemeinsam dagegen anzugehen.

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