Kinderbetreuung: Die Zeit drängt
Bild: Himmel
Handlungsbedarf besteht in der Gemeinde Wadersloh, weil es zu wenige Betreuungsplätze für Kinder in Einrichtungen gibt.
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Dass in der Gemeinde Wadersloh eine Kindergartengruppe für sechs Kinder unter drei Jahren und 14 Kinder über drei Jahren fehlt, hatte das Kreisjugendamt, das für die Bedarfsermittlung und die Anmeldungen zuständig ist, mitgeteilt.  Es besteht somit akuter Handlungsbedarf – auch im Hinblick auf Entwicklungen der kommenden Jahre. Zumal die Nachfrage nach einer U3-Betreuung steigt. Eine Übergangslösung ist nun in Sicht. Doch es soll auch der Bau einer Kindertagesstätte im Ortsteil Wadersloh auf den Weg gebracht werden. Investoren und Betreiber stehen in den Startlöchern. Interessierte Bauherrinnen sind Susanne Kramp und ihre Schwester Christine Mörtenkötter. Der Förderverein „Zwergenhaus“ in Beckum würde die Trägerschaft übernehmen.

Für den Entwurf des für zwei Gruppen ausgerichteten Hauses und den gesonderten Bebauungsplan zeichnet Architekt Christoph Thiel aus Münster verantwortlich. Welche Örtlichkeit nach Meinung der Verwaltung am besten geeignet wäre, stellte in der Sitzung des Bauausschusses Stadtplaner Andreas Tönnies vor. In Frage kommen die beiden Flurstücke 58 und 72 im noch zu erschließenden Baugebiet „Lechtenweg“. Eine Entscheidung über den genauen Standort nördlich des Lechtenwegs soll noch gefällt werden. Das Quartier ist identisch und die Grundstücke würden in Verbindung mit einer zukünftigen Entwicklung des Wohngebietes „Lechtenweg“ in Einklang stehen.

B-Plan soll aufgestellt werden

Um das Baugenehmigungsverfahren nun zu beschleunigen, sollte zügig ein Bebauungsplan als Voraussetzung für die Errichtung des Kindergartens aufgestellt werden, empfahl Bürgermeister Christian Thegelkamp in der Sitzung den Ausschussmitgliedern. „Die Zeit drängt“, betonte Rudolf Luster-Haggeney (CDU). „Wenn ein Kindergarten schon vorhanden ist, ist das eine Einladung dort zu bauen“, unterstützte Josef Weinekötter (FDP) den Vorschlag des Bürgermeisters. Die Ausschussmitglieder konnten sich parteiübergreifend mit der Anregung der Verwaltung anfreunden. In einer Sondersitzungsfolge von Bau-, Planungs- und Strukturausschuss sowie Hauptausschuss und Rat wird am 29. April über die Aufstellung des B-Plans entschieden.

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