Kreisverkehr soll schnell gebaut werden
Bild: Zumloh

Ein Kreisverkehr soll her, dort wo Stromberger und Hölzerne Straße, Winkelstraße sowie der Poßkamp im Nordwesten von Wadersloh aufeinandertreffen.

Bild: Zumloh

Auf die Schnelle wird es allerdings nichts mit dem Vorhaben – das ist allen Beteiligten klar.

Wer sich die Kreuzung auf einem Luftbild anschaut, sieht sofort: Platz genug für einen Kreisverkehr gibt es. Allerdings ist die Gemeinde Wadersloh nicht alleinige Herrin des Verfahrens. Der Kreis Warendorf ist der zuständige Straßenbaulastträger, wie Bürgermeister Christian Thegelkamp und Dezernent Norbert Morfeld erläuterten. Als Knackpunkt gilt, dass die Kreuzung zuletzt im Jahr 1996 mit Fördermitteln umgebaut wurde. Deshalb ist grundsätzlich eine Veränderungssperre bis zum Jahr 2023 in Kraft. Oder die Gemeinde muss Fördergeld zurückzahlen, wenn sie sich über diese Sperre hinwegsetzt. Vorzeitig wäre der Bau des Kreisels nur denkbar, wenn eine Gefahrenstelle entstanden wäre.

Das hat die Verwaltung beim Kreis abgefragt, wie Morfeld berichtete. Ergebnis: Ein Unfallschwerpunkt liegt nicht vor, also aus Warendorfer Sicht auch kein Handlungsbedarf. Thegelkamp und Morfeld versprachen mit dem Kreis im Gespräch zu bleiben, um eine Realisierung des Kreisels doch noch vor 2023 zu erreichen. CDU-Fraktionschef Rudi Luster-Haggeney hält das für möglich und geboten. Er verwies auf Beispiele aus Oelde, wo Kreuzungen vorzeitig und ohne die Rückzahlung von Fördergeld erneut umgebaut würden, weil sich das Verkehrsaufkommen erhöht habe. „Wir sollten kräftig am Ball bleiben. Das müsste eher machbar sein“, betonte der Christdemokrat. Rudolf Winkelhorst (Freie Wählgergemeinschaft) regte an, die Forderung nach einem Kreisverkehr mit einer Verkehrszählung zu untermauern. Die Ausschuss-Vorsitzende Maria Eilhard-Adams (CDU) wies darauf hin, dass nach dem Umzug der Sekundarschule an die Winkelstraße der Verkehr auf der Kreuzung zugenommen habe. Die von Dr. Günter Thomas (SPD) ins Gespräch gebrachte Möglichkeit einer Ampellösung ließ Luster-Haggeney nicht gelten: Ein Kreisverkehr mache den Verkehr flüssiger, verringere Lärm und Abgase und sei billiger im Unterhalt. Am Ende stimmten auch die Sozialdemokraten zu und beauftragten die Verwaltung, das ihr Mögliche zu tun, um einen Umbau der Kreuzung zu beschleunigen.

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