Kronkorken-Aktion peilt Weltrekord an
Bild: Brüggenthies
Andreas Kimmel und sein Sohn Jonas aus Beckum machen mit Begeisterung bei der Kronkorken-Sammelaktion des Liesborners Ingo Petermeier (v. l.) mit. Und nicht nur das: Bei der Rückkehr aus dem Camping-Urlaub holten die beiden an verschiedenen Stationen in Süddeutschland Kronkorken ab und brachten sie bei Ingo Petermeier in Liesborn vorbei.
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4,8 Millionen Kronkorken (und 9,6 Tonnen) gilt es zu schlagen. „Wir wollen zehn Tonnen zusammenbekommen. Elf von 25 Big Packs sind bereits voll“, verrät Petermeier. Alle Kronkorken werden zentral in Liesborn gesammelt und zu Jahresbeginn zum Wertstoffhändler gebracht. Der Erlös geht eins zu eins in den Hilfsfonds Darmkrebs der Felix-Burda-Stiftung in München.

Bei einer bundesweiten Sammelaktion kann es schon mal zu logistischen Problemen kommen, denn wie kommen die Kronkorken nach Liesborn? Zum Beispiel mit einem Klapp-Caravan und der Hilfe von netten Unterstützern wie Andreas Kimmel und Sohn Jonas aus Beckum. Die beiden gehören auch zum Sammel-Team und brachten eine Lieferung aus dem Urlaub mit. „Jonas und ich wollten zum Camping und hatten mitbekommen, dass in Süddeutschland Kronkorken abgeholt werden müssen. Da haben wir nicht lange überlegt und unsere 1400-Kilometer-Tour leicht angepasst“, berichtet Andreas Kimmel.

Einen Sonnenbrand, eine Autopanne und viele nette Begegnungen später stand am Wochenanfang dann der Klapp-Caravan vor der Einfahrt von Familie Petermeier in Liesborn. Stolze 50 Kilogramm Kronkorken konnten Andreas Kimmel und Jonas aus dem Männerurlaub im „Hauptquartier“ der Aktion abgeben. „Wir hatten unterwegs wirklich viel Spaß. Ein Kronkorkenpaket haben wir aus einem SOS-Kinderdorf abgeholt und wurden bei dem heißen Wetter mit selbst gemachtem Eis verwöhnt. Da nimmt man nicht nur einfach die Kronkorken, sondern auch menschlich viel mit“, sagt Andreas Kimmel mit einem Schmunzeln.

Auch der siebenjährige Jonas ist im Sammelfieber und hat sich auf der Hinfahrt über den Sinn und Zweck der Aktion informiert. „Ich dachte, die schmeißt man einfach weg, aber dass man kranken Menschen damit helfen kann, finde ich toll“, sagt der Grundschüler begeistert.

„Vielleicht wird in diesem Jahr also nicht nur der Spendenscheck für den guten Zweck größer, sondern auch die Trinkfreude mit dem Wissen, etwas Gutes zu tun“, hofft Ingo Petermeier.

Andreas Kimmel und Sohn Jonas sammeln jedenfalls fleißig weiter für „eine schöne Sache“, für die sie gerne nächstes Mal wieder einen Umweg fahren.

Weitere Infos zu der Sammelaktion und dem Weltrekordversuch gibt es auf der Internetseite www.mein-wadersloh.de/kronkorkenaktion.

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