Kunstwerke aus Labeaume im Blauen Giebel
Bild: Edelkötter
Noch an zwei Sonntagen ist die vielfältige Ausstellung im Kunstforum „Blauer Giebel“ in Diestedde zu sehen.
Bild: Edelkötter

Kein Wunder also, dass der Diestedder Maler Walter Jasper das Dorf in der Region Ardèche als Schauplatz seiner Workshops gewählt hat. Dort, zwischen Schluchten, Kopfsteinpflaster und hundertjährigen Platanen, haben die Teilnehmer Erholung und kreatives Arbeiten ideal verbinden können – und sind dabei zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammengewachsen.

Im Herbst hat der vorläufig letzte Workshop in Labeaume stattgefunden. Grund genug, eine Ausstellung der an diesem idyllischen Platz entstandenen Werke zu initiieren. Am Sonntag wurde sie im Kunstforum „Blauer Giebel“ in Diestedde eröffnet. Die Schau überrascht, denn die Bilder, Drucke und Plastiken sind von erstaunlich hohem künstlerischem Niveau. Mit Hobbymalerei haben die Werke wenig zu tun.

Laut Walter Jasper liegt das aber nicht nur an der inspirierenden Wirkung des zauberhaften französischen Dorfs. „Die Teilnehmer hatten alle schon gute künstlerische Vorkenntnisse“, schwärmt er. Daher konnte er mit ihnen alle Maltechniken durchexerzieren. Die Farben haben die Teilnehmer zum Teil selber in der Natur gefunden und hergestellt. Auch sonst war, passend zur Umgebung, Ursprünglichkeit gefragt. Ein Beispiel: Da keine Druckpresse zur Verfügung stand, wurde mit einem Gummihammer und Plexiglas gearbeitet. „Bekloppte Kunst haben wir das genannt“, sagt Dörte Osteroth lachend. Die Beckum

erin hat zusammen mit ihrem Mann vier Workshops in Labeaume belegt und dort Bilder in warmen Naturtönen erschaffen. Ihr Mann, der Fotografie verschrieben, hat sämtliche Seminare in Südfrankreich dokumentiert, aber auch gestalterisch gearbeitet. Er zeigt auf zwei seiner Werke, in denen er Steine aus der Ardèche-Regien mit Metall aus seiner Heimat verbunden hat. „Walter Jasper ist ein toller Lehrer. Er schafft es, alle zu motivieren“, betont Dörte Osteroth. Das Gefühl, an diesem Ort in Frankreich künstlerisch zu arbeiten, sei einzigartig gewesen, fährt die Architektin fort.

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