Landwirte lassen sich über aktuelle Politik informieren
Bild: Krumkamp
Sie sorgten für politische Hintergrundinformationen: (hinten v. l.) Maurice Vennewald, Jens Gering, Christoph Aulbur und Ben Hammen sowie (vorne v. l.) Franz Steinhoff, Stellvertretender Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbands und Vorsitzender der Ortsunion Wadersloh, Johannes Röring, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftverbandes und MdB, CDU-Bundestagsabgeordneter Reinhold Sendker sowie die Gastgeber Beate und Karl-Heinz Grothues.
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Die Infoveranstaltung mit dem Thema „Landwirtschaft im politischen Wandel“ hatte der CDU-Gemeindeverband organisiert. Mehr als 100 Gäste waren der Einladung auf den Hof Grothues in Liesborn gefolgt, unter ihnen zahlreiche Landwirte aus der Gemeinde.

Aktuelle Entwicklungen und Perspektiven in der Landwirtschaftspolitik sollten im Laufe der Veranstaltung angesprochen und erörtert werden. Reinhold Sendker betonte in seinem Vortrag die Bedeutung der Landwirtschaft. In der bereits umgesetzten Tierschutznovelle mit unter anderem Regularien zur Ferkelkastration sieht Sendker den Schritt in die richtige Richtung: „Die Politik muss praxisorientiert weiter arbeiten und die Landwirtschaft fortschrittlich vorantreiben.“

Auch Johannes Röring sprach sich in seinem Vortrag für eine Praxisorientierung der Politik aus, beteuerte aber auch, dass das Können und das Fachwissen der Landwirte noch weiter in den Vordergrund gerückt werden müssen. „Die Menschen in der Stadt wissen manchmal gar nicht mehr, wie es bei uns zugeht“, betonte er und warb damit für eine Einigkeit im Berufsbild, die gemeinsam Aufklärung und größere Akzeptanz in der Gesellschaft erschaffen kann. Im Anschluss an die Vorträge hatte das Publikum die Möglichkeit Fragen und Sorgen anzusprechen. Zum Beispiel zum Bürokratieabbau für Landwirte. „Wir Bauern wollen mehr im Stall als am Schreibtisch sein, trotzdem wird ein Mindestmaß an Bürokratie wohl nicht zu vermeiden sein“, erklärte Röring.

Eine andere Frage zielte auf den Erfolg der Brancheninitiative „Tierwohl“ ab, die in den kommenden Monaten an den Start gehen soll und den Mehraufwand für die Bauern über den Preis entschädigen soll. „Sicherlich muss der Verbraucher dafür auch akzeptieren, dass das Produkt teurer wird“, meinte Röhring. Trotzdem sieht er in dieser erstmaligen Zusammenarbeit von Einzelhandel und Landwirten einen Erfolg.

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