Lange Museumsnacht sorgt für Kurzweil
Bild: Gehre
Das talentierte Schauspieler-Duo mit Jacob Slagman und Denny Molenaar zauberte aus seiner großen Reisekiste die Standardfiguren des Kaspertheaters.
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Auch diesmal hatte die traditionelle Veranstaltung wieder zahlreiche Besucher angelockt, die mit einem gelungenen Mix aus Kunst und Unterhaltung und erfrischt durch erlesene Angebote von Speisen und Getränken anregende Stunden in der alten Abtei erlebten.

Für ausgelassene Heiterkeit sorgte im dicht gefüllten Programm neben weiteren Kurzführungen und einem Rudelsingen unter der Leitung von David Rauterberg das „Pop-Up“-Theater. Aus den Niederlanden war das talentierte Schauspieler-Duo Jacob Slagman und Denny Molenaar mit seiner riesigen Reiskiste angerückt. Sie verwandelten mit ihrer Kunst, die sie aus brillant beherrschter Pantomime, aus Slapstick und einer Portion Klamauk effektvoll mischten, die Kiste in einen unerschöpflichen Figuren-Fundus. Sie klappten den riesigen Deckel hoch und verwandelten sich selbst in lebhafter oder auch nachdenklicher Aktion in die Archetypen des Puppentheaters, wie alle es aus ihren Kindertagen kennen.

Da hatte man denn seinen Spaß am Narren und am König, an Räuber und Polizist, der die dicke Keule schwingt, an Jäger und Hase. Vogelmännchen und -frauchen. Requisiten brauchten die virtuosen Künstler nicht. Denn was ihre Figuren brauchten, das zeichneten sie im Schnellverfahren mit ein paar groben Strichen auf den Kistendeckel oder holten sich bei Bedarf Assistenz mitten aus den Reihen der köstlich amüsierten Zuschauer. Die aber klatschten im Rhythmus des Titelsongs „The cry of the wild goose“ und fühlten sich – selten so gelacht! – zweimal eine knappe Stunde lang von den Gästen aus Holland bestens unterhalten, ehe im Museum spätabends die Lichter verloschen.

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