„Lyra“ meistert hymnische Chöre
Bild: Gehre
Mit kernig-geschmeidigem Bassbariton bereicherte Klaus Belzer den Chorgesang. Das Motto des Konzertes des MGV „Lyra“ Wadersloh lautete „So klingt Europa“.
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Dieses stand mit dem Blick auf den kommenden Wahltag unter dem Motto „So klingt Europa“. So hatten sich denn am Samstagabend 40 Chorsänger und die Solisten in der Aula unter der Europaflagge und einer großen Europa-Landkarte platziert. Das Programm unterschied sich in seiner Vielfalt und seinem hohen künstlerischen Anspruch von der gängigen Männerchor-Literatur.

Das wussten auch die Ehrengäste Bürgermeister Christian Thegelkamp sowie Franz-Josef Börste als Leiter des Sängerkreises Emsland und sein Stellvertreter Bernhard Meis (Oelde) zu schätzen. Mit heller Begeisterung verabschiedeten die beeindruckten Zuhörer nach zwei Stunden die 40 Sänger, nachdem sie die chorischen Anforderungen der Europa-Hymne „Freude schöner Götterfunken“ von Beethoven in der Version von Hermann Ophoven bravourös gemeistert und für ein rauschendes Finale gesorgt hatten. Johannes Trusch als klug disponierender Gesamtleiter hatte vorbildliche Chorpädagogik betrieben und wartete mit der ausgeprägten Musikalität und dem homogenen Gesamtklang seines Ensembles auf.

Doch nicht nur der satte hymnische Chorklang war gefragt. Mit dem einleitenden Volksliederzyklus zu Heinrich Silchers 225. Geburtstag verstand sich „Lyra“ ebenso auf die innig-gefühlvollen Töne. Ergänzt wurde das Programm, das der Vorsitzende Martin Neitemeier als routinierter Moderator so informativ wie humorvoll überzubringen verstand, durch die Mitwirkung exzellenter Solisten. Elena Gausling imponierte durch eleganten Ton und Timbre ihrer Querflöte. Mit geschmeidig geführtem Bassbariton, der bis in strahlende Tenorhöhen aufstieg, beeindruckte der Detmolder Opernsänger Klaus Belzer. Instrumental war Andreas Pottgüter einfühlsam am Klavier zur Stelle, das lupenrein intonierende Bläserquintett „Brasso Festivo“ und Ulrike Haselhorst (Orgel, Pauken) sorgte für effektvolle Begleitung oder rein instrumentalen Vortrag vorwiegend englischer und schottischer Kompositionen.

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