Maibaum-Tradition wiederbelebt
Starke Frauen und Männer braucht es, um einen Maibaum zu setzen. Daran mangelte es am Sonntagmittag auf dem Kirchplatz nicht, und so konnte der Baum aufgestellt werden.

Am Sonntag hieß es um kurz nach 12 Uhr: „Der neue Maibaum steht!“ Das sagte der Vorsitzende des Heimatvereins, Herbert Fortmann. Er zeigte sich dankbar für die mehr als 25 Jahre, in denen die Freiwillige Feuerwehr den Maibaum errichtet hatte. Und nun sei er umso glücklicher und stolzer, dass ein neuer Baum im Zentrum von Wadersloh stehe. „Vom Maler bis zum Zimmermann, jeder hat geholfen“, hieß es von den Verantwortlichen.

Die Zahl deren, die sich einbrachten, war groß. Einzelne Vereine wie der Fanclub „Schalker Füchse“ stemmten den Baum in die Höhe. Viele Firmen halfen bei der Finanzierung aus. Auch Bürgermeister Christian Thegelkamp freute sich über den neuen Maibaum und darüber, dass Traditionen in Wadersloh so hochgehalten werden.

Besonders bemerkenswert fand er die zugrundeliegenden Anstrengungen der Orte Liesborn und Wadersloh. „Der Maibaum verbindet“, sagte Thegelkamp. Denn, wie Fortmann erzählte, den entscheidenden Durchbruch hatte Eckhard Schulze Waltrup vollbracht. Der Liesborner stiftete die Tanne. So war gesichert, dass der Maibaum den statischen Auflagen genügte.

Nach dem Bereitstellen der Kiefer war die Motivation groß. So wurde neuer Schmuck von vielen heimischen Vereinen hergestellt – alle wollten Teil des Maibaums sein. Pfarrer Martin Klüsener segnete den Stamm, und alle, die gekommen waren, sangen „Großer Gott wir loben dich“. Für die weitere musikalische Untermalung war das Fanfarencorps Wadersloh zuständig. Viele Angebote luden zum Verweilen ein. Der Förderverein der Grundschule verkaufte Waffeln. Der Eine-Welt-Laden war vertreten. Ein „Schnapsfenster“ bot der Salon Teckentrup.

Den Getränke-Ausschank hatte der Landwirtschaftliche Ortsverband übernommen. Eine Besonderheit war der Verkauf von originalen Maibaumspänen, die auch Christian Thegelkamp und Martin Klüsener erhielten. So konnte jeder ein Andenken erwerben für etwas, das hoffentlich noch lange bestehen bleibt. Fortmann schloss mit einem Zitat aus einem Lied der Sängers Marius Müller-Westernhagen: „Er ist wieder da, ist wieder der Star, er riecht auch den Dreck und will nie wieder weg!“.

SOCIAL BOOKMARKS