Maibaumfest erhitzt erneut die Gemüter
Archivbild: Brüggenthies
Über das Maibaumfest, das in diesem Jahr in Wadersloh nicht stattfinden wird, ist im Hauptausschuss eine Diskussion entbrannt.
Archivbild: Brüggenthies

Die Entscheidung sei unglücklich gewesen, machte er deutlich und verwies auf zahlreiche Rückmeldungen aus der Bürgerschaft, die er bekommen habe. Der Schulausschuss sei eher ein vorbereitender Ausschuss und habe durch das Nichtbereitstellen des Geldes zur Anschaffung eines neuen Maibaums durch die Gemeinde dafür gesorgt, dass die Veranstaltung gekippt sei, führte er aus. Diese Entscheidung hätte seiner Meinung nach durch den Hauptausschuss oder den Rat hätte gefällt werden müssen. „Da ist viel Porzellan zerschlagen“, bezog Marx Stellung.

Kontra gab es von Rudolf Luster-Haggeney, Vorsitzender der CDU-Fraktion. Die Feuerwehr habe das Fest und auch das Aufstellen des Maibaums im Ehrenamt übernommen. In der Gemeinde gebe es viele schöne Feste von Vereinen, die sich auch über finanzielle Unterstützung freuen würden. Man habe keinen Präzendenzfall schaffen wollen und bleibe dabei, dass die pauschale Förderung für die Vereine ausreiche, stellte Luster-Haggeney für seine Fraktion heraus. Er habe nicht eine negative Rückmeldung aus der Bürgerschaft erhalten und die Feuerwehr sei froh, nicht mehr Veranstalter zu sein.

„Wenn die Vereine im nächsten Jahr die Initiative ergreifen, ist doch alles gut“, sagte Heino Teckentrup, Vorsitzender der FWG. Auch er habe keine negativen Rückmeldungen von Bürgern nach der Schulausschusssitzung am 7. März bekommen.

„Das hat mit Bürgernähe nichts zu tun“, schimpfte Bernd Marx und nannte die Angelegenheit einen Skandal. Er könne es nicht nachvollziehen, dass so ein Fest an 700 Euro scheiterte. Er habe aus der Bevölkerung die Meinung mitgenommen, dass es zwar schade sei, dass das Fest in diesem Jahr nicht stattfinde, es aber nicht sein könne, dass die Gemeinde hierfür zahle, machte Jens Gregor (FDP) deutlich. Jetzt seien die Vereine am Zug, im nächsten Jahr müsse der Maibaum stehen.

Bürgermeister Thegelkamp merkte an, dass am Ende die Mehrheit entscheide und man deren Entscheidung nicht immer richtig finden müsse. Die Angelegenheit werde bei den Haushaltsberatungen noch ein Thema sein.

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