Michel ist neuer Kita-Leiter in Liesborn
Bild: Miketta
Kuchen und Eis aus Sand sind bei den Kinder sehr beliebt. Gern setzt sich Björn Michel dazu, um mit dem Nachwuchs zu spielen.
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Die Kinder und Michel rufen Horrido, winken den Schützen zu.Dem Wiedenbrücker, der selbst im Vorstand seines heimischen Schützenvereins in Batenhorst ist, kommt der Einstand recht, um sich an seine neue Aufgabe zu gewöhnen.

Der 35-Jährige leitet nun die Kita in Liesborn – mit seinen neun Kollegen und 65 Steppkes.

Von der Jugendarbeit in den Kindergarten

„Ich finde diese Ecke hier sehr schön“, sagt Michel. Kein Wunder nach diesem Empfang. Doch nicht nur die Schützenfete gefällt ihm. Es ist die Leidenschaft für seinen Beruf, den Michel nach zwölf Jahren im Pius-Kindergarten in Wiedenbrück nun in Liesborn ausübt.

„Ich hatte früher Jugendarbeit gemacht. Als ich in einen Kindergarten kam, war es Liebe auf den ersten Blick“, erklärt Michel, für den Liesborn die erste Wahl für einen Neuanfang im Job ist. Seine Frau Verena hat Familie in Wadersloh. Gemeinsam schauten sie sich mit Tochter Emma Maria die Kita in Liesborn an.

Sein erster Eindruck: „Liesborn hat etwas Heimeliges, Gemütliches.“ Michel, Liesborn und die Einrichtung – das scheint zu passen. „Ich fühle mich hier auf jeden Fall sehr wohl.“ Auch, weil die Jungen und Mädchen ihn mit offenen Armen empfangen.

Wadersloh gegen Liesborn - das ist ein Derby

„Es ist schön, die Begeisterung bei den Kleinen zu sehen, wenn man ihnen etwas beibringt. Das hat eine ganz andere Bedeutung, als wenn es bei Jugendlichen ist“, erklärt Michel, der natürlich auch in die Nachbarschaftsgeheimnisse eingeweiht wurde. „Wenn Liesborn gegen Wadersloh Fußball spielt, hat das Derbycharakter“, hat er sich sagen lassen.

Auch die Kolleginnen haben ihn gut aufgenommen, sagt Michel, der ein ungewohntes Bild abgibt. Denn lediglich sechs bis sieben Prozent der Kindergärtner und Erzieher, so sagt es Verbundleiterin Monika Ottlips-Döring, sind Männer. „Aber daraus mache ich mir nichts“, ist dies für den 35-Jährigen nur eine Randinformation. Was zählt, das ist die Liebe zu seinem Beruf und den Jungen und Mädchen in der Kita.

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