Milchbetrieb: Wachstum in der Krise
Bild: Zumbusch
Zu Gast in einem aufstrebenden Milchviehbetrieb: Landwirt Hans-Josef Huck (knieend links) zeigte Henning Rehbaum (knieend rechts) und den weiteren Besuchern seinen modernen Kuhstall. 
Bild: Zumbusch

 In dieser Situation hat der CDU-Landtagsabgeordnete Henning Rehbaum den Vollerwerbsbetrieb der Eheleute Angelika und Hans-Josef Huck besucht. Der Parlamentarier wurde begleitet von Mitgliedern der örtlichen CDU und des Agrarausschusses der Union im Kreis Warendorf.

 Mit dem Hof Huck hatte sich Rehbaum allerdings einen Betrieb ausgesucht, der trotz der schwierigen Lage auf Expansion setzt. Die Herde besteht aus 255 Milchkühen, und die Zahl soll weiter in Richtung 300 wachsen, wie Hans-Josef Huck sagte. Er zeigte den Besuchern den modernen Kuhstall, der nach seiner Überzeugung allen Anforderungen des Tierwohls genügt.

Zu den Ursachen des geringen Erzeugerpreises – die Hucks erhalten gegenwärtig nur noch 23,8 Cent je Kilo – zählt das Ende der Milchquote im vergangenen Jahr und der Anstieg der Produktion seither. Huck trauert der Quote allerdings nicht nach. „Ich habe kein Problem mit dem Wegfall. Ich stehe hinter der Marktwirtschaft.“ Im Wachstum sieht er die beste Chance, seinen Söhnen einen wirtschaftlich gesunden Betrieb zu übergeben.

Rehbaum äußerte, er sorge sich um die Milchbauern. Die Ursache für ihre Schwierigkeiten sah er unter anderem in der Konzentration im Einzelhandel. Die fünf großen Konzerne verfügten über so viel Macht, dass sie die Preise diktieren könnten. Er sprach von einem „unfairen Wettbewerb“ und forderte Unterstützung für die Bauern aus der Politik.

Der Hof Huck ist ein klassischer Familienbetrieb. Er ist auf Milchvieh und die Nachzucht weiblicher Rinder spezialisiert. Die Familie beackert eine Fläche von 100 Hektar. Die 26 Jahre alten Zwillinge Thomas und Lukas Huck sind vollständig eingebunden, der eine als Agrarbetriebswirt, der andere als Landmaschinenmechaniker. Am Wochenende hilft auch Tochter Johanna beim Melken.

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