Mofas preschen mit Vollgas über Acker
Bild: Kießling
Mutige Fahrer, spektakuläre Sprünge und ganz viel gute Laune: Das waren die Zutaten für das Wadersloher Mofarennen, das zahlreiche Besucher anlockte.
Bild: Kießling

Als der Motorradclub der „Freebiker“ am Samstag das 11. Wadersloher Mofarennen und damit die erste Runde der „Westfälischen Mofa Meisterschaft“ ausrichtet, ist die Stimmung auf dem Acker von Familie Essel gegenüber dem Clubhaus am Königsbusch ausgelassen: Die Sonne kommt hinter den Wolken hervor und am Rande der Rennstrecke hat sich ein großes Publikum versammelt, das den Fahrern begeistert zujubelt.

Unter den Pavillons am anderen Ende des Feldes herrscht hektisches Treiben, die Spannung steigt mit jeder Minute. Überall wird noch gewerkelt und getüftelt, hier eine Schraube gedreht, da eine Kette geölt. „Das Wichtigste ist, dass die Maschine das Rennen durchhält“, sagt Guido Gaida von den „Freebikern“. Das Rennen, das bedeutet zwei Stunden und 22 Minuten eine Runde nach der anderen über den Acker. Im letzten Jahr durch Schlamm, in diesem Jahr durch Staub.

Thorsten Jäger und Martin und Christian Thorwesten aus dem Team „Six to One“ stecken noch in den letzten Vorbereitungen, sie werkeln noch eifrig am Hinterreifen eines Mofas. „Die Zweitakter haben zwar wenig Bauteile, diese müssen dafür aber perfekt aufeinander abgestimmt sein“, sagt Guido Gaida. Als im Jahr 2000 das erste Rennen stattfand, fuhren sie alle noch die Originalmofas. Die heutigen Maschinen sind mit jenen jedoch nicht mehr vergleichbar, Jahr für Jahr wurden sie perfektioniert. Tessa Bartels und ihre Cousine Janine Rembeck haben die Aufregung bereits hinter sich, sie sind bei den Kindern mitgefahren und schieben nun entspannt ihre Fahrräder an den Pavillons entlang. Als Vorbereitung auf das Rennen haben sie sich zu Hause Strecken gebaut.

Entspannt wirken auch die „Barbies“ vom „Barbie Racing Team“. Mit pinkem Hut und pinken T-Shirt sitzen sie unter ihrem pinken Pavillon auf pinken Stühlen. Vor ihnen steht ihr Mofa – richtig: in Pink. Was einst als Parodie begann, ist längst Tradition: Seit neun Jahren sind sie schon dabei, die drei Fahrerinnen Annette Bartels, Edda Sabellek und Dorothee Bentler mit ihrem „Ken“ Robert Rittmeier. Wer das Rennen verpasst hat, sollte nach Lette fahren: Dort findet die zweite Runde der „Westfälischen Mofa-Meisterschaft“ am Samstag, 20. August, statt.

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