Narren ziehen zum 40. Mal durch Liesborn
Ein bunter Lindwurm zieht durch den Ortskern: Mit dem Ruf „Liesborn Helau!“ schickte Werner Tyrell die Narren auf die Reise.

Mittlerweise bereits zum 40. Mal, denn mit den Jahren hat sich Liesborn zu einer würdigen Karnevalshochburg Waderslohs entwickelt. „Liesborn Helau!“ Mit diesen Worten schickte Werner Tyrell von den Romo-Freunden den Zug von Jecken und Närrinnen um Punkt 14.11 Uhr auf die Reise. Angeführt von Zeremonienmeister Andreas Stuckmann mit seinem Schellenbaum bahnte sich der bunte Lindwurm seinen Weg durch den Liesborner Ortskern.

Griechisches Geld, freilaufende Hühner und feuerspeiende Fahrzeuge

Den zahlreichen Zuschauern am Wegesrand wurde auch in diesem Jahr einiges geboten. So steckte die als griechische Göttinnen Gruppe „Mona, ich und Wir“ den Leuten Geldscheine in die Taschen. „Echtes griechisches Geld“, schwärmten die zehn Damen und zwei Herren und lächelten verführerisch. Mit kunstvollen Kostümen wartete die Montagsgruppe „Immer fit“ auf, die einen Hauch von Venedig nach Liesborn brachten. Für die Hungrigen verteilten die „Golden Girls“ Eier von freilaufenden Hühnern. „Ganz frisch“, versprächen die im Federkleid auftretenden Frauen. Wem es dann doch zu kalt wurde, für den hatte das Ballonteam Lippstadt ganz am Ende des bunten Zuges die Erwärmung parat. „Schau her, ich habe Feuer gemacht“, hieß es zu Recht, als die beiden feuerspeienden Fahrzeuge um die Ecke bogen.

19 Wagen und 20 Fußgruppen sorgen für Karnevalsstimmung

Insgesamt 42 Zugnummern, darunter 19 Wagen und 20 kunstvoll kostümierte Fußgruppen brachten gute Laune in das Liesedorf. Die Kleinsten kamen kaum mit dem Sammeln der Kamelle hinterher, so viele Bonbons flogen durch die Luft. Für die richtigen Töne sorgten die Kapellen „Gut Spiel“ aus Wadersloh und der Spielmannszug aus Göttingen. „Alles hat gut geklappt“, freute sich Werner Tyrell, nachdem der letzte Wagen vorbei gefahren war, über eine gelungene Jubiläumsveranstaltung. In den kommenden Jahren möchten die Romo-Freunde den Zug noch mehr auf der Königstraße etablieren.

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