Naturfreunde machen Ausflug zur Glenne
Über die Veränderung der Glennelandschaft informierten sich die Mitglieder des Heimatvereins Liesborn.

Da hier auch Liesborner Interessen stark berührt werden, lud der Heimatverein Liesborn kürzlich seine Mitglieder ein, sich über die Veränderung der Glennelandschaft informieren zu lassen. Rund 40 Heimatfreunde waren der Einladung gefolgt. Als Referenten waren Dezernent Ulrich Detering von der Bezirksregierung Arnsberg und der Projektleiter Uwe Waldhof gekommen.

In seiner Begrüßung konfrontierte der Vorsitzende des Heimatvereins, Wilhelm Plümpe, die Anwesenden mit den Problemen, die die Anlieger mit der Umsetzung der Pläne haben. Er erinnerte daran, dass die Glenneeindeichung vor fast 50 Jahren eine wasserbauliche Meisterleistung holländischer Deichbauexperten gewesen sei. Die Hochwasserereignisse und die damit verbundenen Überflutungen der benachbarten Flächen in den vergangenen Jahren seien nicht durch Deichbruch, sondern durch den Rückstau der der Glenne zufließenden Gewässer entstanden. Diese Probleme ließen sich durch einfachste Maßnahmen beheben.

Ulrich Detering und Uwe Waldhof machten in ihren Ausführungen darauf aufmerksam, dass nach Ansicht der Behörden die Deiche nicht mehr standfest sind. Es sei daher ein teilweiser Neubau erforderlich. Die Kosten hierfür seien so hoch, dass es billiger sei, die angrenzende Landschaft neu zu modellieren, um so Retentionsräume zu schaffen. Gleichzeitig könne man damit den Hochwasserschutz gewährleisten. Auch das Stau- und Pumpwerk in Suderlage würde überflüssig und solle abgerissen werden. Stattdessen sollen die angrenzenden Poldergebiete mit mehreren dezentralen Pumpen entwässert werden. Nur in enger Absprache mit den Anliegern solle dies durchgeführt werden. Er sicherte zu, dass sämtliche Einschränkungen in der Nutzung der landwirtschaftlichen Betriebe entschädigt werden.

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