„Ostern ist der Höhepunkt im Kirchenjahr“
Bild: Reinkemeier
Pfarrer Frank Weilke feiert in diesem Jahr erstmals  das Osterfest in der Gemeinde St. Margareta. Im Vorfeld hat er mit den Messdienern geübt, um einen reibungslosen Ablauf garantieren zu können.
Bild: Reinkemeier

Vor dem Gespräch mit der „Glocke“ am Donnerstagmorgen weist Pfarrer Frank Weilke zunächst noch die Messdiener in der Kirche St. Josef in Bad Waldliesborn ein. „Es soll ja alles glatt gehen“, sagt er. Schließlich will er ein fehlerfreies erstes Osterfest in der neuen Gemeinde zelebrieren – und da gehören die Ministranten zweifelsfrei dazu. „Ostern ist der absolute Höhepunkt im ganzen Kirchenjahr“, unterstreicht Weilke die Bedeutung der Feiertage.

Allerdings ist die Zeit auch nicht ohne: Sechs bis sieben Messen und Liturgiefeiern wird er bis Ostermontag feiern. Hinzu kommen noch einige Krankenbesuche, die er teilweise bereits am gestrigen Gründonnerstag gern getätigt hat. Für den 44-Jährigen steht auch dieses Jahr die Frage nach der Bedeutung von Ostern im Fokus seiner Arbeit. „In meinen Augen ist es die Überwindung des Bösen und des Todes. Gott schenkt uns das ewige Leben durch seine ständige Gegenwart“, gibt er Einblick in seine Gedanken. Im Tod und in der Auferstehung erkenne man, dass Gott nicht das Leben beendet, sondern es für denjenigen vollendet.

Zur Vollendung gelungener Osterfeierlichkeiten gehört für ihn auch der Besuch der Eltern. „Wenn es klappt, werde ich am Sonntag zu ihnen nach Münster fahren“, sagt er. Zwar seien beide ebenso in der Kirche aktiv wie auch Weilkes Bruder – doch sie versuchen jedes Jahr, während der Feiertage einen gemeinsamen Termin zu finden, an dem sich alle treffen. Und wenn es die Zeit zulässt, würde er auch gern seine 92-jährige Oma besuchen. Ab 15 Uhr zelebriert er heute in Wadersloh die Karfreitagsfeier. Anschließend ist es ihm wichtig, den Tag ruhig ausklingen zu lassen. „Vielleicht lese ich ein Buch oder schaue mir den Kreuzweg von Rom im Fernsehen an. Diese Zeit nehme ich mir am Karfreitag für mich“, verrät der Pfarrer und Seelsorger.

Ansonsten gibt er sich sehr offen. „Hier auf dem Dorf lernt man die Menschen schneller und intensiver kennen“, sagt er. Das zeigt: Pfarrer Weilke ist bereits in der Gemeinde angekommen und fühlt sich sichtlich wohl.

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