Projekt: Styling-Tag mit „Wow“-Effekt
Styling statt Schule: (v. l.) Annika Hartwig lässt sich von Julia Mois Locken ins Haar zaubern. Bei Wiebke Schwertheim wurden die Haare geglättet.

Sie nahmen an einem besonderen, integrativen Projekt teil. Unter dem Titel „MySelf(ie)“ ging es um das eigene Auftreten, das persönliche Erscheinungsbild, Selbstbewusstsein und vieles mehr. Acht Schüler der Don-Bosco-Förderschule aus Bad Waldliesborn und sieben Schüler aus der Q1 des Johanneums nahmen daran teil. Sie sollen miteinander ins Gespräch kommen, sich helfen und gemeinsam Zeit miteinander verbringen.

Mittendrin im Geschehen die Lehrerinnen Stefanie Hofmann, Sandra Hampel, Elisabeth Trebbau und Christina Behle. Sie zeigten sich ebenso angetan wie die Schüler. „Hier werden wirklich schnell Berührungsängste abgebaut“, sagte Stefanie Hofmann, Lehrerin an der Don-Bosco-Förderschule. Das ist den Pädagogen bei dem freiwilligen Programm am wichtigsten. Drei Treffen haben bereits stattgefunden. Für nächste Woche ist ein abschließender Projekttag im Museum Abtei Liesborn geplant.

„Wir haben Tipps bekommen, wie wir gute Fotos machen. Ich fotografiere leidenschaftliche gerne und habe auch eine Spiegelreflexkamera“, sagte Max Baumhöer (18) aus Lipperode begeistert. Alle Jugendlichen wurden von Heiko Marcher fotografiert, von Kathi Schulze Ahlke und ihrem Team gestylt und schließlich noch einmal fotografiert. Die Vorher-Nachher-Bilder verblüfften alle, denn eigentlich sind es Kleinigkeiten, die den Unterschied und ein besseres Porträtbild ausmachen: eine schöne Frisur, ein frisches Make-Up und natürlich die richtige Haltung vor der Kamera. Auf Wunsch wurden vom „Glanzvoll“-Team Locken gedreht, Haare geglättet und moderne Frisuren gesteckt. Auch ein dezentes Make Up durfte bei den jungen Frauen nicht fehlen.

Was bei der Bildbearbeitung am Computer noch alles möglich ist, zeigte Fotograf Heiko Marcher den Jugendlichen. „Lasst euch nicht von den Stars blenden. Wenn Heidi Klum morgens aus dem Bett kriecht, sieht sie so aus wie wir“, sagte er schmunzelnd. Darüber, dass per Bildbearbeitungsprogramm nicht nur kleine Pickelchen und Rötungen kaschiert, sondern auch Gesichtszüge verändert werden können, staunten die Jugendlichen nicht schlecht. Es dauert nicht mehr lange, da steht für die Jugendlichen ein Bewerbungsgespräch an – mit ihrem neuen Wissen sind sie dafür gut gerüstet.

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