Röschinger-Stiftung fördert Sportcamp
Edelkötter
Mit seiner Fußballfabrik ist Ingo Anderbrügge (6.v.l.) für ein Sportcamp in Wadersloh zu Gast. Organisiert und realisiert haben das (v. l.) Marc Schmidt (Gemeindeverwaltung), Werner Eckey (Flüchtlingshilfe), Johanna Röschinger, Rainald Gehringhoff (Vorstand Röschinger Stiftung), Jörg Mußmann (Vorstand Röschinger Stiftung), Bürgermeister Christian Thegelkamp und Elmar Ahlke (Verwaltungsleitung).
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23 Flüchtlingskinder und 17 Kinder aus allen drei Ortsteilen werden gemeinsam am 5. und 6. Oktober zwei Tage lang kicken und an Workshops teilnehmen. Möglich macht dies unter anderem die Beckumer Röschinger Stiftung, die das etwas andere Sportcamp mit 4000 Euro unterstützt. Die restlichen anfallenden Kosten übernimmt die Gemeinde.

Die Idee zu dieser Veranstaltung hat in einem Beckumer Esszimmer gezündet, als der Vorstand der Röschinger Stiftung zusammensaß. Rainald Gehringhoff erzählte von einem ähnlichen Projekt in der Zementstadt, das damals allerdings lediglich Flüchtlingskinder im Blick hatte. Warum nicht einen Schritt weiter gehen? Inklusion bedeutet schließlich auch, gemeinsam das Leben zu meistern.

In Ingo Anderbrügge, der Gemeinde Wadersloh und der Flüchtlingshilfe Wadersloh fand man engagierte Kooperationspartner. Das Konzept sieht soviel Miteinander wie möglich vor. Hanna Kersting, die in der Verwaltung ihren Bundesfreiwilligendienst absolviert, hatte die Flüchtlingskinder angesprochen. Wer sich von ihnen für das Fußballcamp anmelden wollte, musste jedoch eine Bedingung erfüllen – ein deutsches Kind mitbringen. „Das funktionierte prima“, schildert Werner Eckey von der Flüchtlingshilfe.

„Ich bin wahnsinnig glücklich, dass das Projekt zustande gekommen ist“, betont Johanna Röschinger, Vorstandsvorsitzende der gleichnamigen Stiftung. Für sie ist das Camp in Wadersloh eine Art Pilotprojekt. „Dass auf diese Weise so viele junge Menschen zusammenkommen und intensiv zusammenarbeiten, finde ich genial“, sagt sie. Besonders gut gefalle ihr auch, dass das Essen für die jungen Fußballer an diesen beiden Tagen nicht von einem Caterer kommt, sondern dass sich einige Mütter der Flüchtlingskinder dazu bereiterklärt haben, für die Camp-Teilnehmer zu kochen. „Das ist ein weiterer toller Aspekt dieses Projekts“, macht Johanna Röschinger deutlich.

Für Ingo Anderbrügge besitzt der Sport, vor allem ein Mannschaftssport wie der Fußball, eine große integrative Kraft. „In der Kabine ist egal, wo du herkommst oder ob du arm oder reich bist. Man will einfach nur gemeinsam raus und gewinnen“, bekräftigt die Schalker Legende.

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