Schulschließungsfeier  mit Emotionen
Bild: Husmann
Ein paar Tränen flossen auch bei den letzten Schülern der Wadersloher Realschule, als sie das Lied „Ein Hoch auf uns“ von Andreas Bourani sangen. Nächsten Freitag bekommen sie ihre Zeugnisse.
Bild: Husmann

Nach 53 Jahre endete eine Ära in einem zweistündigen Festakt in der Aula. Dazu begrüßte Sonja Kneuper, die kommissarische Schulleiterin. „Es ist schwer, eine Schule zu schließen, in die man viel Herzblut gesteckt hat“, stellte sie heraus. Bis zum Schluss habe die Realschule eine hohe Qualität bewiesen. Schon jetzt könne sie verraten, dass die Hälfte des letzten Jahrgangs, der nächste Woche verabschiedet wird, die Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk erreicht hat.

Die Zehntklässler hörten diese Nachricht bestimmt gerne. Sie sangen später das Lied „Ein Hoch auf uns“ von Andreas Bourani, bei dem hier und da Tränen auf den Gesichtern zu sehen waren. „Welches Lied könnte passender für uns sein?“, fragten die Schülersprecherinnen Anna-Lena Seelige und Bianca Martinez rein rhetorisch.

„Da bin ich wieder“ – Mit diesen Worten begann Dr. Wolfgang Maron, ehemaliger Schulleiter, auf den Tag genau fünf Wochen, nach dem er selbst verabschiedet wurde. Er warf den Blick zurück auf die Zeit nach dem Schulkonsens 2011, als die Weichen für die Auflösung von Haupt- und Realschule und die Einrichtung der Sekundarschule gestellt wurden. Das Beste von beiden Schulen werde in der Sekundarschule weiter aufgehen. Bis zum Schluss habe die Realschule ihren hohen Qualitätsstandard gehalten.

In allen Ansprachen wurde hervorgehoben, dass die Geschwister-Scholl-Realschule in der Gemeinde Wadersloh so viel mehr war als nur ein Lernort und ganze Schülergenerationen geprägt hat. Besonders deutlich wurde dies bei Hedwig Brüggenkamp, die inklusive ihrer eigenen Schulzeit über 48 Jahre an Realschulen gewirkt hat. „Mehr Realschule geht nicht“, stellte sie schmunzelnd fest und gab einen Einblick in die vielen Schulaktionen, Feste, Ausflüge und Jubiläen, die sie in ihren 35 Jahren in Wadersloh erlebt hat. Freiheit, Gerechtigkeit und die Erziehung mündiger Bürger: Die Werte der Namensgeber Hans und Sophie Scholl, den Widerstandskämpfern im Nationalsozialismus, seien im Schulalltag stets hochgehalten worden.

Die Entscheidung für die Sekundarschule sei damals notwendig gewesen, betonte Bürgermeister Christian Thegelkamp. Die Realschule habe sehr viele Menschen in der Gemeinde auf das Positivste geprägt.

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